Archiv für die Kategorie ‘Das Studium’

Wo man auch hinsieht, überall Referate!

November 3, 2009

Ich weiss gar nicht, wieviele Referate ich hier schon halten sollte und noch halten werde müssen. Da war natürlich zu allererst das Referat über selbstgewählte Nachrichten. Dann sollte ich am Montag spontan einen kleinen Vortrag über meine Reise nach Tokyo zum DAAD halten (Donnerstag soll ich mit Fotos ausführlicher berichten, was hoffentlich nur ein Scherz ist), nach dem spontanen Kurzreferat hielt ich mit Heejong noch ein Referat über die Kursreise zum Naha-Markt, wo wir allerlei lustige Sachen raussuchen mussten. Freitag soll ich dann ein Selbstvorstellungsreferat halten. Nächste Woche ein Referat über mein Forschungsthema. Wäre ich Freitag da gewesen, hätte ich noch ein Referat über sonst was halten müssen. Ich habe jetzt schon das Gefühl, dass ich hier jede Woche irgendein Referat halten darf. Da ich an die Sache aber immer locker flockig und relativ frei vorbereitet rangehe (Ohne Blätter und Memos), hält sich der Aufwand in Grenzen, der mentale Stress lässt mich in Zukunft aber sicher noch tiefer in Tabak- und Alkoholsucht abdriften.

JASSO-Stipendium erhalten

Juli 28, 2009

Nun flatterte heute eine Mail meines Sprachdozenten in mein Universitätspostfach, dass ich das JASSO-Stipendium erhalten kann. Das verwundert mich insofern, als dass von den Austauschstudenten aus Düsseldorf für Okinawa (5 Personen an der Zahl) höchstens eine Person, wenn nicht sogar niemand das JASSO-Stipendium erhält. Das ausgerechnet ich mich in dem Auswahlverfahren durchgesetzt habe (die Universität in Japan gibt die Daten der Austauschstudenten weiter und die JASSO-Zentrale wählt dann geeignete Studenten aus), will ich eigentlich gar nicht glauben. Wenn ich bedenke, dass ich anfangs noch mit 300 Euro Auslandsbafög, Erspartem und elterlicher Stütze auskommen wollte, bin ich nun einfach nur überglücklich zusätzlich zum DAAD-Stipendium (wohl ca. 1100 Euro) nochmal vom JASSO 80 000 Yen (580 Euro) zu bekommen. Hinzu kommt ein Begrüßungsgeld und die Übernahme der Flugkosten. Ich bin gerade einfach sprachlos.

Essay: Die Konstruktion von Herrschaftstradition in der mittelalterlichen Geschichte der Südslawen

Juli 22, 2009

Wenn man bei Wikipedia das Stichwort „Drittes Rom“ eintippt, so bekommt man als Information lediglich, dass es sich hierbei um eine Staatsphilosophie handelt, die Moskau in eine Traditionskette mit Rom und Konstantinopel (das zweite Rom) setzen sollte. Laut Wikipedia ist also Moskau gleichbedeutend mit dem dritten Rom. (mehr…)

Die grünen Nazis

Mai 26, 2009

Nazi-Wald Hakenkreuz

Sehr interessant war die Vorlesung zur Geschichte des Umweltschutzes, weil dieses Mal die NS-Zeit ein wenig auf ihre Umweltfreundlichkeit analysiert wurde. Tatsächlich standen die Nazis für einen recht progressiven Kurs bei der Umweltpolitik, der international mitunter führend war (in seinem Anspruch zumindest). Im Rahmen der Ostraumplanung wurde diskutiert den slawischen Raum auch landschaftlich zu germanisieren. Man war ideologische davon überzeugt, dass das deutsche Volk nur in einer germanischen Landschaft wirklich Wurzeln schlagen hätte können. Klar sprangen da Umweltromantiker auf den fahrenden Nazi-Zug und sahen die osteuropäischen Gebiete als ideales Exerzierfeld für ihre aktive Landschaftsgestaltung. Dabei sollte immer das Prinzip der „Substanzsicherung“ verfolgt werden, also nachhaltig gewirtschaftet werden. Kahlschlag und Neupflanzung ganzer Wälder war dabei nicht vorgesehen.

Das Naturschutzgesetz von 1935 war das erste seiner Art und war bis über 1945 hinaus gültig. So führte die junge Bundesrepublik die grüne Nazi-Politik größtenteils fort. Dass sich hinter allerlei hehren Vorhaben immer eine krude Ideologie stand, steht zwar nicht zur Debatte, aber nur weil eine vernünftige Idee von Nazis benutzt wurde, macht das diese Idee nicht automatisch unvernünftig.

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Heute in der Vorlesung

Mai 19, 2009

kam die Vorstellung von Mösien. Der bulgarische Dozent teilte es noch in Unter- und Obermösien auf. Und da sage mir mal einer, dass es auf dem Balkan keine schönen Gebiete gibt.

Auslandsbafög und Bafög im Masterstudium

April 3, 2009

Ich war mittelmäßig überrascht, als das Bafög-Amt mir gestern eröffnete, dass ich als Master-Student, der ein Jahr im Ausland ist, nicht etwa wegen des Auslandjahres ein Jahr mehr InlandsBafög beziehen könnte. Bisher war ich nämlich davon ausgegangen, dass ich ein Jahr Auslandsbafög bekommen würde und dann (da ich ja Urlaubssemester in Deutschland habe, also ein besonderer und begründeter Fall für die Unterbrechung des Inlandsstudiums vorliegt) noch die regulären zwei Jahre Inlandsbafög. Aber nein! Ein Jahr Auslandsbafög und dann ein Jahr Inlandsbafög, schließlich wird der Master nicht länger als zwei Jahre gefördert. Meiner Ansicht nach ist das Auslandsjahr aber für mein Studium unerlässlich. Die nette Frau meinte nur, dass sie halt sehen müssten, ob sie mich nach der Rückkehr zwei oder doch nur ein Jahr fördern würden. Ich hätte allerdings für das letzte Jahr Anspruch auf einen DAKA-Kredit, der zinslos und für Leute kurz vor ihrem Abschluss zur Verfügung steht, aber ob ich wirklich noch mal auf meine 10 000 Euro Bafög-Schulden 7200 Euro DAKA-Schulden brauche, weiss ich nicht.

Eigene Blödheit

März 25, 2009

Wollte gerade zu ner Sprechstunde los gehen, gucke also nochmal im Internet nach und obgleich ich mir todsicher war, dass die Sprechstunde heute gewesen wäre, war sie schon gestern…das Alter…

Heimunterricht

März 20, 2009

Bevor ich mich dem ausgiebigen Studium von Differenzen in der japanischen Populärkultur widmen wollte, habe ich mir kurzerhand einen Heimlehrer aus Yokohama einfliegen lassen. Natürlich nimmt Teppei-san dafür kein Geld, handelt es sich bei ihm doch um jemanden, der bei mir im Rahmen der Internetplattform „Couchsurfing“ unterkommt. Wenn man schon kommunistische Ideale pflegt und nicht der Linkspartei beitreten will, sollte man doch an diesem absolut sinnvollen Programm teilnehmen, ermöglicht es doch sowohl dem Host als auch dem Gast viele Möglichkeiten. Ich kann jetzt beispielsweise mein Japanisch absolut kostenlos verbessern und der gute Teppei schläft dafür seelenruhig und kostenlos auf der Matratze. 2 Nächte bleibt er noch, bis er dann weiterzieht. Der Mann ist auf jeden Fall der mit Abstand unproblematischste Mitbewohner, den man sich wünschen kann. Tagsüber zieht er durch die Stadt, abends wird auf Japanisch und nem Altbier gequatscht, er ist still wie ne Maus, schrubt die Töpfe, isst die ganze Zeit nur sein Instant-Food und spricht so, dass ich ihn auch verstehen kann (deutlich und klar!). Außerdem war er in einer Metallica-Coverband und kann daher bei weitem besser Gitarre spielen als ich. (Seit 13 Jahren spielt er ja auch schon…) Wieso gibt es keine Frau, die so ist?

Letzte Geschichtsprüfung

Februar 18, 2009

und ich geh mit der bestmöglichen Note raus. Mist, hätt ich doch schon immer Interesse in osteuropäischer Geschichte gezeigt…

I’m OK in OKinawa

Februar 4, 2009

Heute kam die Bestätigung, dass ich ab Oktober für ein Jahr nach Okinawa für ein Auslandsstudium an der Ryûkyû-Daigaku genommen wurde. Ich liebe euch alle.