Archiv für die Kategorie ‘Fiktion’

Die Droge

Juli 19, 2008

Du hast mich einmal gefragt, was der schönste Tag in meinem Leben war. Es war heute vor 2 Jahren, dachte ich. Lange dachte ich so. Der Spiegel fragte mal den Sänger “Clueso”, was denn sein schönster Tag des Lebens gewesen sei. Er antwortete: “Noch bin ich nicht tot.” Er hat recht. (more…)

Weiße Flagge in schwarzer Nacht

Juni 29, 2008

Langsam schlendern wir durch die Nacht. Ich lenke mich ab, so gut es geht. Immer wieder sprechen wir darüber, was uns bedrückt, über unsere Erinnerungen und über unsere Zukunft. Ich habe trotzdem schon wieder vergessen dir “Danke” zu sagen. Die Uferpromenade ist gesäumt von Menschen, die zueinander gehören. Wir gehören irgendwie auch zueinander, aber nicht so wie die andern. Wir gehören zueinander, weil wir getrennt sind von den Menschen, die wir liebten und vielleicht noch lieben. Ich kann deine Gedanken nicht lesen, aber ich denke, dass du mir einen Teil deiner Gedanken nicht sagen kannst. Der Teil, der dich selbst nur verletzen würde. (more…)

Konsumsucht

Mai 22, 2008

Wir leben in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Ohne großes Nachdenken nehmen wir Dinge, konsumieren sie und werfen sie weg. Doch ich, ich konsumiere Menschen und werfe sie weg als wäre es kein Unterschied. Ich bin zutiefst durchdrungen von dieser Gesellschaftslogik, die nur auf kurzzeitiges Erleben und eigenen Vorteil aus ist. Wo liegt denn nun der Unterschied zwischen dieser Gesellschaft und Drogenabhängigen? Man berauscht sich, konsumiert Unsinn und wirft die Moral weg. Irgendwann konsumieren wir uns ohne darüber nachzudenken. (more…)

The River

Mai 1, 2008

Einst war der Fluß der Beginn
und wir gingen hin und tauchten ein,
doch er verlor sein’n Sinn
und hinterlässt nur den Schein.

Die schmerzhafte Erinnerung lässt in mir nur Hass und Übelkeit aufsteigen. Die Vergewaltigung der schönen Erinnerung, dafür müssen wir uns beide verantworten, doch letzten Endes stehe nur ich hier am Fluß und sehe wie alles fortgeschwemmt wird. Ich gehe hinab zum Ufer, halte meine Hand hinein und frage mich, ob es die Strömung ändern würde, wenn ich hineinspränge. Es wäre schön, wenn mir alles einfach egal wäre und ich vergessen könnte. Es muss doch nicht so schlecht sein, wenn alles den Bach hinunter geht. (more…)

Die Wärme des Regens

April 23, 2008

Die Art wie wir uns hielten ist vergangen. Es gibt uns nicht mehr, nur noch in unseren Paradiesen denken wir noch zurück. Die Wärme, die ich damals spürte, sie schien einzigartig und vergänglich. Vielleicht hasse ich deshalb so viele Dinge, vielleicht hasse ich deshalb die Erinnerung. Doch eigentlich ist dein Atem so wie jeder andere, ist deine Berührung so wie jede andere. Die Wärme, die ich spürte, kann ich vielleicht öfter spüren, wenn ich nicht die Angst hätte, die Erinnerung an dich damit zu zerstören. (more…)

The Ghost of You

April 5, 2008

At the end of the world or the last thing I see… you are never coming home, never coming home. Could I? Should I?…And all the things that you never ever told me. And all the smiles that are ever gonna haunt me. (more…)

Sayounara

März 8, 2008

Sayounara, aishita taisetsu na hito, erklingt es aus dem Mp3-Player, den ich eigentlich einschaltete, um mich von allem abzukapseln. Irgendwann begann ich japanische Musik zu hören, weil es mich nervte immer den Text verstehen zu müssen. Ich wollte Musik um der Musik willen hören, doch nun war ich soweit gekommen, dass ich auch Teile der japanischen Musik verstand. (more…)

Bitte bleib nicht

Februar 26, 2008

Wie ich beim Aufstehen ganz leise bin, damit du nicht aufwachst, obwohl du längst nicht mehr da bist und der Platz neben mir leer ist. (more…)

Valentine’s Night

Februar 14, 2008

Kalte Tränen rennen über glühend heiße Wangen, ich weine nicht, die Schwerkraft stiehlt mir sogar die Tränen und saugt mich aus wie ein Vampir. Ich schlafe diese Nacht mit einem Lächeln ein, denn ich bin allein und habe doch dich. In meinen Gedanken rufe ich die Bilder von dir immer wieder ab, wenn du weinst, wenn du lachst. Es ist das süßeste Koma, das ich je schlief. (more…)

Stadt ohne Herz

Februar 1, 2008

“Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom”, hör ich dich sagen. Ich kenne dich gar nicht, aber du hast recht und ich heiße dich willkommen in der Stadt der toten Fische. (more…)