Archiv für die Kategorie ‘Frieden’

Japan-Tag (日本デー) 2008 - Eindrücke und Bildmaterial

Juni 15, 2008

Japanische Kinder vor der Kimono-Vorstellung

Ja, es war mein erstes Mal beim Japan-Tag und eigentlich war ich wegen des Wetters und anderer Faktoren ein wenig niedergeschlagen, als ich so über die Rheinuferpromenade watschelte und mich des frohen Treibens der (im Geiste) japanischen Gemeinde ergötzte. Das Wetter zog die Veranstaltung wirklich ein wenig runter, aber im Endeffekt wurde der Japan-Tag mit einer kaum beschreibbaren Schönheit beendet, aber hierzu gleich mehr. (more…)

Max Frisch sagte:

April 4, 2008

“Wir riefen nach Arbeitskräften, aber es kamen Menschen.”

The Passion

März 22, 2008

Nun habe ich mir doch endlich den Film “The Passion” oder “Die Passion Christi” von Mel Gibson ansehen können, nachdem uns im Religions-Unterricht seinerzeit nur die Kreuzigungsszene gezeigt wurde. (more…)

Born (Porn) in Vietnam

März 6, 2008

Vor gefühlten 3 Jahren traf sich eine Koalition aus einem singenden Kölner, spielenden Düsseldorfer, kloppenden Bremer, einem sterbenden Kieler und nem dekadenten Bayern in Essen zur Besinnung. Man besann sich (aus Langeweile) ganz auf die alte Problematik der Geburt im Kommunismus und der folgenden (roten) Porno-Karriere. Sozialkritisch und wegweisend für kommende Bands, die sich mit dieser Materie beschäftigen werden. (more…)

Wie der Spiegel die Atombombe verharmlost

Februar 4, 2008

Es ist nicht verständlich wie der Spiegel in einer seiner letzten Ausgaben die Anzahl der Opfer des Atombomben-Abwurfs auf Hiroshima runterspielte. (more…)

SHE - The Ultimate Weapon

Januar 14, 2008

Es ist zwar eher selten, dass ich über Manga oder Anime schreibe und viele werden mich fragen: “Was bist du eigentlich für ein Japanologie-Student!?” Aus finanziellen Gründen ist es mir wohl nicht möglich neben meiner alten Leidenschaft “Zocken” und dem Erwerb japanischer CDs noch Manga in größerem Maßstab zu kaufen. (more…)

Dezember 9, 2007

Wenn ich so nachdenke, hätte sich wohl selbst Hitler überschlagen, hätte er erfahren, dass die SPD eines Tages Deutschland am Hindukusch verteidigen würde. Er wollte ja nur zum Ural.

Okay…

Dezember 2, 2007

Die JLPT-Prüfung war schwerer als gedacht. Von euch Leuten hat mir ja auch niemand die Daumen gedrückt, was sollte da auch anderes passieren. Keine “Drück dir die Daumen”-SMS, kein “Du schaffst das!”. Ach, was soll man erwarten, es war Samstag, ihr wart wohl alle ziemlich breit und nach so einer Nacht, fehlt einem nun mal die Kraft, um sich überhaupt mal zu melden, ich kenne natürlich auch euer Problem des klammen Handy-Guthabens, ist natürlich traurig, Leute. Aber ich steh über solchen Dingen. Ich bin der einsame Krieger, der auf der Klippe über der gefährlichen Brandung japanische Grammatik-Aufgaben löst. Wozu brauch ich da noch Aufmunterungen? Ich meine, immerhin hat sich meine Familie auch nicht gemeldet. Macht es das besser? Definitiv nein.

Aber egal, so waren es halt nur ich und mein treuer Bleistift, die diese krasse Prüfung doch wohl bestanden haben. Der Schwierigkeits-Grad wurde übrigens 2005 angehoben, schon blöd, dass ich noch mit einem Buch aus 2004 gelernt habe. Aber hey, ein Problem, aber kein Hindernis. Neben mir saß nen Typ, der 5 Jahre Japanisch gelernt hat. Vor 2 Jahre aber erst Stufe 4 machte???? Stufe 4 ist sowas, wofür man nicht 3 Jahre sondern höchstens nen halbes Jahr braucht… Naja, auf der anderen Seite neben mir, saß nen Mädel, dass dem 5 Jahre-Japanisch-Ich bin so toll-Typen nach jeder Aufgabe sagte, dass sie null verstanden hat. Ich war also quasi das Mittelding, ich wusste, wieso ich da saß und was ich konnte und den Rest hab ich geraten.

Hörverständnis-Teil war bei mir zwar eher ein Hörunverständnis, aber hey, das sind nur 100 von 400 Punkten. (240 brauch ich zum Bestehen) Hätte ich eure Unterstützung gehabt, wär das sicher besser gelaufen! Also nächstes Mal bitte ein wenig freundlicher zu mir sein! Dann klappts auch mit der Prüfung.

Eine schicksalhafte Begegnung

November 2, 2007

Es war kalt, die Nacht war kalt, auch sonst war es kalt…. nach einer erstaunlich schönen Studienwoche, die ich mitgefahrener besserer Hälfte und ihrer phänomenalen Kochkunst zu verdanken hatte, kam ich dann Freitag um Punkt 19:16 in Bad Driburg am Bahnhof an. (more…)

“Asiatischer Holocaust”

Juli 5, 2007

Japanischer Soldat mit abgetrenntem chinesischen Kopf in der Hand

Zu Recht setze ich diesen Begriff in Anführungszeichen, denn es ist problematisch den Völkermord in Asien mit dem Holocaust der Juden durch Nazi-Deutschland zu vergleichen. Nicht wegen der Höhe der Opferzahl, die ist unter Umständen sogar die höhere, sondern weil in Deutschland der Mord industriell vonstatten ging, während Japans Kriegsverbrechen willkürlich und ohne ausdrücklichen Befehl von ganz oben stattfanden. Der japanische Befreier Asiens von der Knechtschaft der Europäer wurde zur Geißel eines ganzen Kontinents. Die asiatische Wohlstandssphäre zum blanken Hohn gegenüber Millionen von Opfern.

Ein trauriger Höhepunkt ist das Massaker von Nanjing. Im Dezember 1937 besetzten japanische Truppen die Stadt und massakrierten ca. 300 000 Menschen. Da japanische Archive hierzu nach wie vor geschlossen sind und es nur relativ wenige Augenzeugenberichte von westlichen Beobachtern gibt, ist diese Zahl nicht unbedingt auch zwangsläufig richtig. Die konservativen, teils nationalistischen Behauptungen aus Japan es seien 200 000, 100 000 oder sogar noch weitaus weniger gewesen sind gefährlichste Verharmlosung. Da erscheint es allerdings nicht verwunderlich, dass Geschichtsbücher zugelassen worden sind, die das Massaker als Zwischenfall herunterspielen und nur kurz erwähnen. Ebenso wird das Massaker im Friedensmuseum von Hiroshima nur kurz erwähnt. Eine richtige Aufarbeitung der Kriegsschuld fand nie statt, eher sieht man sich in der Rolle des Opfers der Atombombe.

Das Makabre daran: es wird mit Leichen Außenpolitik betrieben. Die Toten von Hiroshima und Nagasaki sollen um jeden Preis höher sein als die Opfer von Nanjing. Nach dem Motto: “Wir sind doch alle Opfer.” Klar, beides sind Kriegsverbrechen, aber die Japaner haben den Wahnsinn begonnen. Mit den Seelen der Opfer zu schachern ist geschmacklos und beschämend.

Desweiteren wurde von zwischen 20 000 und 80 000 Frauen und Mädchen berichtet, die systematisch vergewaltigt wurden. Besonders grausam wie eine ausländische Augenzeugin berichtet, dass ein 12-jähriges Mädchen nachts von zu Hause verschleppt wird, um dann von mehreren japanischen Soldaten vergewaltigt zu werden. Wenn sie sich gewehrt haben, wurden sie auf der Stelle mit dem Schwert gerichtet. Nackte, bloße Frauen- oder Mädchenkörper ohne Kopf. Der Krieg hatte selten ein perverseres und unmenschlicheres Gesicht als in Nanjing.

Insgesamt wurden in China während der japanischen Besatzung 3 Millionen Menschen umgebracht, in ganz Asien starben Schätzungen zu Folge 6 bis 10 Millionen Menschen durch die japanische Gewaltherrschaft. Makabres Detail: 20 000 Koreaner starben im Zuge der Atombombe von Hiroshima, weil sie als Arbeitssklaven verschleppt wurden.

Bis heute hat sich kein japanischer Ministerpräsident offiziell für die Kriegsopfer entschuldigt…