
Dieses Werk hat mir mein guter alter Freund Rojo empfohlen und ausgeliehen, sodass ich „Umibe no Kafuka“ (Originaltitel) während meines Urlaubs genießen konnte. Die über 600 Seiten wirken dabei wie Alice im Wunderland auf Speed. Murakami erschafft Traumwelten, in denen Realität und Traum wie im Mixer einer kochbesessenen Hausfrau vermengt werden. „Kafka am Strand“ ist allerdings kein einfacher Fantasy-Roman, es ist zwar ein zutiefst surreales Buch mit vielen Chiffren, zugleich aber auch voller intellektuellem Geist. Da wird hier mal Goethe zitiert, über Beethoven philosophiert, griechische Philosophen und Hegel durchgenommen. Das aber immer im alltäglichen Kontext. Die Szene, die sich in meinem Kopf eingebrannt hat, ist die, in der eine Prostituierte ihrem Freier beim Oralsex das Selbstbild bei Hegel erklärt. (Bei der Frau handelt es sich um eine Philsophiestudentin. Seit diesem Buch sehe ich Philosophinnen mit ganz anderen Augen
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