Archiv für die Kategorie ‘Musik’

HY

November 10, 2009

Schon lange nix mehr über Musik geschrieben, dabei ist mir jetzt eine wirklich gute Crossover-Indie-Band mit dem Namen „HY“ unter die Finger gekommen. Natürlich sind die 5 aus Okinawa, wie soll es denn auch sein, so wurden mir letztens erstmal zwei Miss Japan (die eine war wohl sogar Miss Universe) vorgestellt, die in jüngster Zeit aus Okinawa stammen. Die Bemerkung dazu war, dass Okinawa irgendwo das exotische Japan ist und dass die Lebenseinstellung sich doch in gewisser Weise genau wie die Ausstrahlung der Menschen von Gegenden wie Tokyo unterscheidet und daher als besonders exotisch angesehen wird. „HY“ steht als Musikformation in so namhafter Gesellschaft wie „High and Mighty Color“, Amuro Namie, Kiroro oder auch Gackt. Dafür, dass Okinawa mit eine der kleinsten Präfekturen Japans ist, ist der Ausstoß an Künstlern und Berühmtheiten doch überproportional hoch. Mir ist ebenso aufgefallen, dass das typisch Okinawa-spezifische Instrument, die San-shin, sich nach wie vor doch großer Beliebtheit erfreut, was sicherlich auch mit damit zusammenhängt, dass moderne Künstler dieses traditionelle Instrument in ihre Lieder sinnvoll mit einbeziehen. Berühmtestes Beispiel ist sicher „Shima Uta“, aber auch HY bedienen sich in folgendem Lied der San-shin.

Damit sie dich erreichen

September 20, 2009

Dear my friend,

ich habe dir, die du im Himmel bist, einen Brief geschrieben. Bist du nicht einsam, wenn du dort alleine lebst? Fehlt es dir auch an nichts? Was wünschst du dir? Denkst du wenigstens ein Mal am Tag an mich? Die Blume, die wir gemeinsam gepflanzt haben, blüht genau jetzt. Du wirst zum Wind, der mich umhüllt. Du wirst zum Licht, das mich leitet. Darf ich dich zum Schluss noch eine Sache fragen? Kannst du mich von dem Ort, an dem du bist, sehen? Du wirst zum Wind, der mich umhüllt.Obwohl du jetzt fern bist, will ich dir nur diese Dinge mitteilen. Dear my friend, damit sie dich erreichen.

From your friend

Southern All Stars – Manatsu no Kajitsu

August 20, 2009

Eine japanische Band, die seit 1975 aktiv ist und während ihres Bestehens zahlreiche Erfolge vorweisen kann (bei 55 Singles muss ja auch mal Erfolg rausspringen), hätte mir eigentlich früher auffallen müssen. Nun bin ich auf Umwegen (ich hörte einen Southern Allstars Coversong von Bonnie Pink und Saito Kazuyoshi) zu dieser erstaunlich zeitlosen Band gekommen. Die Band zählt nach B’z (einzige nicht-westliche Band in der Rock’n'Roll Hall of Fame) und Mr. Children zu den meistverkauftesten Künstlern Japans. Dabei deckt die Band eine erstaunliche Bandbreite an Musikstilen ab, was sicherlich auch zu ihrer Massentauglichkeit beiträgt und die Musik immer zeitlos wirken lässt.

Der Single-Auskopplung „Manatsu no Kajitsu“ (Die Frucht des Hochsommers), die einem gleichnamigen Film Anfang der 90er als Soundtrack diente, stieg bis in die Top 5 der japanischen Charts auf. Obgleich der Film mäßig erfolgreich war, konnte sich der exzellente Soundtrack der Southern All Stars auf Platz 1 der Albumcharts etablieren und erreichte Verkaufszahlen von einer Million Kopien.

Ich habe eine ganz wunderbar minimalistische Version des Liedes gefunden, die zwei Japaner mit viel Herzblut vortragen.

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Hideaki Tokunaga – saigo no iiwake

August 10, 2009

Hideaki Tokunaga gilt als eines der Urgesteine der japanischen Popwelt und ist besonders unter älteren Leuten sehr beliebt. Seine Lieder bestehen zum größten Teil aus sehr stillen und stimmbetonten Liebesliedern. Nachdem er 1986 sein Debüt mit einem Nr. 1-Album gab, nahm sein Einfluss gegen Ende der 90er wieder ab, in den letzten Jahren kam ein neuer Popularitätsschub, weil er drei Cover-Alben mit Songs von bekannten japanischen Pop-Künstlern aufnahm (unter dem Namen „Vocalist 1-3″), in denen er seine unverwechselbare Stimme zu bisher bekannten Liedern hinzufügte. Bestes Beispiel ist das allgemein bekannte „Can you celebrate“ von Namie Amuro.

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Mal wieder ein Stück guter Akkustik-Musik

Juli 6, 2009

Papa Roach mit einer wirklich wunderbaren Version ihres Songs „Scars“.

Kokia in Köln am 20.6.2009

Juni 21, 2009

Kokia Tourposter 2009 European Tour Infinity

Für 21 Euro hatte ich mir ein Ticket besorgt und Evgeny mitschleppen können. Die Blue Shell in Köln war voll, obwohl nicht so wirklich viele Leute da waren. Ich tippe auf 200 oder 300 Fans. Umso kuschliger war dann aber die Atmosphäre im Club. Es war ein richtig schön kleines und angenehmes Underground-Konzert. Fotos waren verboten, aber als Kokia die Bühne betrat, dann tat sie das nur mit einem Akkustik-Gitarristen. Es kam richtig Unplugged-Atmosphäre auf. Zu Beginn sagte sie einige Worte in einwandfreiem Deutsch, z.Bsp. dass das Konzert in Köln das letzte Konzert ihrer Europa-Tour und zugleich das erste Konzert in Deutschland war. Die Resonanz war jedenfalls sehr gut. Die Atmosphäre war entspannt und zugleich merkte man, dass der Club sehr gut ausgelastet war. Oder wie Kokia immer sagte „Heiß, heiß, heiß!“

Gespielt wurden 90 Minuten ihrer bekanntesten Lieder, u. a. „Tenshi“, „Atatakai Basho“, „Remember the Kiss“ und zu guter letzt das obligatorische „Arigatou“. Von ihrem neuen Album waren lediglich 2 oder 3 Lieder vertreten. Was allerdings eher positiv anzumerken ist, da bei ihren älteren Liedern sehr viel Ohrwurmpotenzial vorhanden ist. So wurde das Konzert keine reine Promo für das neue Album „Akiko Balance“, sondern viel mehr zu einer Art kleinem Best of. Ich und Evgeny saßen entspannt ganz hinten an der Bar und tranken unser Bier und lauschten der Stimme, die durch die spärliche Instrumentalisierung sehr gut hervorkam. Man muss wirklich sagen, dass Kokias Stimme in ihrer Wärme und Professionalität einzigartig gut ist. Das balladenlastige Programm will man ihr mal verzeihen, da ihre Stimme in diesen Liedern eben besonders gut zur Geltung kommt. So gab es nach dem Konzert nur glückliche Gesichter, zu denen ich mich auch mal zähle. Das Publikum bestand aus sehr unterschiedlichen Kreisen, da waren natürlich einige japanophile Visual Kei-Leute, die allerdings im Gegensatz zu anderen Konzerten die absolute Minderheit bildeten. Es waren ältere Menschen, Japaner und insgesamt sehr normale Zuhörer anwesend. So war das Konzert nicht durch seine Fans exotisiert, sondern einfach durch die ausgesprochene Klasse der Sängerin, die wirklich keinen Ton daneben setzte, besonders.

Vergangenheit und Wirklichkeit – Bonnie Pink

Juni 12, 2009

Kako to Genjitsu – Bonnie Pink

Für wen bin ich hierher gekommen?
Für wen warte ich?
Für wen habe ich diese Liebe?
Plötzlich fällt es mir ein und ich bleibe stehen.
Ich habe mich an einen fernen Tag erinnert.
Dinge, die sich nicht erinnern und Dinge, die sich geändert haben sind beide wichtig.
Süß und bitter leuchtende Dinge sind genau wie eine kaputte Gitarre. Der Ton, der nicht wieder zurückkehrt, wird für immer in meinem Herzen ertönen.

Was ich dir geben möchte, kann man nicht zählen.
Vergewissere dich dieses Moments in deiner Brust, mit deiner Hand und deinem Herzen, bevor er zerstört ist und zur Vergangenheit wird.

Die vielen Menschen, die in meiner Vergangenheit existieren, glauben nicht an die Wirklichkeit.
Sie laufen mir nicht über den Weg und sind auch nicht wach.
Ich habe keine Angst Fehler zu machen und vergesse meine Fehler nicht. Es ist jetzt noch wichtiger auf das Jetzt zu starren.
Der Traum von Morgen und die verblassende Erinnerung sind unzuverlässig, aber der jetzt auf dich prasselnde Regen ist eine Tränen, die man Wirklichkeit nennt.

Was ich dir geben möchte, kann man nicht zählen.
Vergewissere dich dieses Moments in deiner Brust, mit deiner Hand und deinem Herzen, in dem Moment, in dem ich dich umarme.

Clueso – Gewinner

Juni 2, 2009

Ich oute mich an dieser Stelle mal als großer Clueso-Fan und bin auch ganz begeistert von der Single-Version von „Gewinner“, die sich doch musikalisch sehr von der Album-Version unterscheidet.

Shima Uta (島歌) – Ein Lied über Okinawa

April 26, 2009

The Boom veröffentlichte im Jahr 1993 das Lied „Shima Uta“ (dt. Lied der Insel). Ein bemerkenswertes Lied, das sich über 1,5 Millionen Mal verkaufte. Der Titel legt bereits nahe, dass sich das Lied im Zentrum um Okinawa dreht, schließlich wird die Musik aus Okinawa oftmals auch als „Shima Uta“ bezeichnet. Der enorme Erfolg des Liedes lässt sich aber nicht damit erklären, dass es sich um ein typisches Lied aus Okinawa handelt. The Boom ist keine Band aus Okinawa und das eigentlich Interessante an dem Lied ist die Zusammenfassung von Okinawa-Elementen und modernen japanischen Elementen. Das Lied ist teilweise in dem Dialekt/Sprache Okinawas gefasst (besonders oft zu finden in Cover-Versionen des Liedes). Außerdem wird ein klassisches Okinawa-Instrument benutzt. Die sanshin gilt als Vorläufer der shamisen, einem Instrument, das als typisch japanisch gilt. Zugleich ist das Lied aber in ein klassisches Rock-Pop-Arrangement eingebettet, sodass sich durchaus ein interessantes Klangerlebnis ergibt. Der Text dreht sich laut dem Sänger von The Boom um ein Liebespaar, das voneinander getrennt ist. Der Mann ist als Soldat im 2. Weltkrieg auf Okinawa eingeschlossen und versucht seiner Geliebten seine Gefühle über das Meer hinaus zu transportierten, weil er nicht weiß, ob er die Invasion durch die Amerikaner überleben wird. (Dies hängt eher nicht damit zusammen, dass die Amerikaner so grausam waren, sondern eher mit der Order, dass man Selbstmord begehen sollte, bevor man den Amerikanern in die Hände fällt.) Desweiteren finden sich viele Bezüge zu Okinawa wieder, z. Bsp. die deigo-Blume (offizielle Präfektursblume Okinawas) und der Uji-Wald

Das Video besticht durch wunderschöne Aufnahmen Okinawas, es wird zumindest versucht den Charakter der Insel einzufangen.

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Ra:In in Deutschland

März 29, 2009

Patas (besser bekannt als X Japan-Gitarrist) Band „Ra:In“ (kurz für: Rock and Innovation) kommt nach Deutschland und gibt ein Konzert in Köln und eines in Berlin. Nachdem die Instrumental-Combo (endlose Soli garantiert) bereits in Paris rockte, beehren sie nun auch das deutsche Publikum. Dürfte sicherlich eine Erfahrung wert sein.