Afrika ans Netz!

Afrika, das Sorgenkind der Welt. Wiege der ersten Menschen und Wiege der Armut. Langsam entwickeln sich dort erste Pflänzchen des Fortschritts und des Aufschwungs. Auch Länder ohne Ölreserven erzielen ein Wirtschaftswachstum von bis zu 6 %, nur ein Hoffnungsschimmer. Es reicht nicht um dieArmut zu tilgen, denn die Bevölkerungen wachsen stetig, trotz AIDS, mangelhaftem Trinkwasser und Essensmangel. Trotzdem… eine Genesung kann nur aus dem Inneren heraus entstehen. Es müssen stabile Märkte vorhanden sein und der Export muss gefördert werden. Wenn das gleichzeitig heißt, dass europäische Bauern ihre Existenz verlieren, dann nehme ich das in Kauf, denn im Gegensatz zu Afrika sind die Fortbildungs- und Umschulungsmöglichkeiten in Deutschland zahlreich und im Falle einer Arbeitslosigkeit sogar kostenfrei. Europäische, subventionierte Nahrungsmittel erreichen Afrika und zerstören so auch noch die einzige Existenzgrundlage der meisten Menschen dort, nämlich Viehzucht und Landwirtschaft. Unsere Märkte müssen offen sein und die Subventionen abgeschafft werden, ein „Bauernsterben“ wird dadurch sowieso nicht ausgelöst.

Außerdem gilt es die Industrie dort zu fördern, vor allen Dingen die arbeitsintensive Leichtindustrie, doch hier kommen wir zum großen Problem Afrikas. Energiemangel. Es kommt in Fabriken regelmäßig zu Produktionsstops, wenn die Kraftwerke schlapp machen. Ein Land wie Uganda hat dabei doch nur den Stromverbrauch von Bielefeld und dieser kann problemlos durch Wasserkraft oder erneuerbare Energien gedeckt werden. Der Umwelt wird so nicht annähernd so viel Schaden zugefügt wie die Benutzung von Dieselaggregaten zwecks Notstromlieferung. Außerdem muss verhindert werden, dass sich Menschen illegal Strom vom Netz abzweigen. Hier sollten die westlichen Industrienationen eingreifen mit ihrem know-how und helfen Kraftwerke zu bauen und eine effektivere Stromlieferung zu garantieren, denn die Menschen in Afrika wissen sehr wohl wie man Brot backt, die Hilfe muss woanders stattfinden.

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4 Antworten to “Afrika ans Netz!”

  1. Patrick Says:

    Guter Artikel Adult, denke die beste Lösung ist ein uneigennütziger – uneigennützig im Sinne von persönlichem wirtschaftlichen Vorteil, anders aber
    eigennützig im Sinne eines befriedigten moralischen Gewissens – Marshall-Plan westlicher Hochburgen vor Ort zur Finanzierung essentiell wichtiger Technolgien wie die zukunftsfähige Stromgewinnung bei gleichzeitiger Arbeitsplatz und Einkommensbeschaffung der Leute vor Ort, Schaffung einer Infrastruktur etc. etc. …

  2. adulto Says:

    Der Begriff Marshall-Plan ist ein wenig unglücklich, denn im Gegensatz zu Deutschland müssen in Afrika die nötigen Industriekapazitäten erst geschaffen werden, außerdem fehlt gänzlich das know-how. Im Rest sind wir uns aber einig.

  3. Peter Says:

    Schöner Artikel, Dave.

    Hier sollten die westlichen Industrienationen eingreifen mit ihrem know-how und helfen Kraftwerke zu bauen und eine effektivere Stromlieferung zu garantieren

    Wenn das derzeit geschehen würde, würde man vermutlich Atom- oder Kohlekraftwerke bauen, nehme ich mal an. Außerdem: Ich glaube, dass China versucht, sich Afrika diesbezüglich zum Kunden zu machen – das könnte dann auch zu europäischen/us-amerikanischen Aktivitäten führen (vllt. auch die Russen, wer weiß?).

  4. adulto Says:

    Ich hoffe eben nicht, dass Kohle- und Atomkraftwerke gebaut werden, weil der Strombedarf ja eigentlich durch regenerative Energien locker erreicht werden könnte (im Augenblick zumindest). Die Umweltkatastrophen in China sind ja auch ein Warnsignal, dass man eben nicht mehr so wirtschaften kann, dass die Umwelt in Mitleidenschaft gezogen wird. Mit moderner europäischer Technologie ist die Stromversorgung sicherlich sicher zu stellen, aber da bewegt sich ja keiner.

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