Deutsche Bahn – Zukunft bewegen

Die DB, der letzte Staatskonzern, steht kurz vor einem Arbeitskampf, der sich gewaschen hat. Der Slogan „Zukunft bewegen“ wird durch eine relativ kleine Gewerkschaft zu „in Zukunft bewegt sich nichts“. Die GDL mag sich Sympathien verspielen, indem sie scheinbar nicht von ihrer Lohnforderung runter will, aber letzten Endes, denke ich, dass diese Lok-Führer sich diese Erhöhung mehr als verdient haben. Was die Bahn teilweise veranstaltet, ist nicht mehr in Ordnung. Wenn die GDL ihren eigenen Tarif will, soll sie ihn auch bekommen, eine Gleichschaltung mit der Transnet wäre für die Bahn ja sicherlich das Beste, aber ich glaube nicht, dass das im Interesse der Arbeitnehmer sein kann. Mehdorn schreibt dicke, schwarze Zahlen und reibt sich bereits die Hände, da die (Teil-)Privatisierung natürlich optimale Vorbedingungen voraussetzt. Eine eigenwillige GDL passt da nicht ins Konzept. Nichtsdestotrotz weiss man als Verbraucher aktuell nicht, wen man als Kunde mehr hassen sollte. Schließlich hat die Bahn ihre Preise schon mal in weiser Voraussicht abermals erhöht. Meiner Ansicht nach droht die Bahn hier wieder die bisher wiedergewonnene gute Bilanz im Personenverkehr zu gefährden. Eine Anhebung der Preise ist absolut unnötig, gleichzeitig wird diese allerdings mit der Personalkosten-Debatte begründet. Die Bahn würde den Schwarzen Peter am liebsten ganz der GDL zuschieben. allerdings kann ein Unternehmen mit so stabilen Bilanzen nicht durch ein paar Lokführer aus der Bahn geworfen werden, außer sie lassen es tatsächlich zu, dass die Lok-Führer den halben Betrieb gefährden. Hier darf sich auch ruhig die Politik einmischen, die Bahn ist Staatsunternehmen und da sollte man doch mal auf den Tisch hauen und zu Gunsten der Lok-Führer eine Regelung finden. Denn diese Leute haben eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe und werden hierfür unzureichend bezahlt, da ist die Rede von Lok-Führern, die lieber noch bei den Eltern wohnen, weil sie sich keine eigene Existenz leisten können. 30 % müssen es ja auch nicht sein, die GDL gibt sich mit weniger zufrieden, aber sie wird sich nicht gleichschalten lassen, das braucht sie auch nicht, schließlich ist eine vielfältige Gewerkschafts-Landschaft eine große Errungenschaft einer Demokratie. Davor sollte auch der Herr Mehdorn mal in Ruhe ausharren und ein tragfähiges Angebot machen. Sonst wird sich in Zukunft nichts mehr bewegen.

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