Düsseldorfer Rechner-Spiele

Nein, es reicht nicht, dass die Zettelwirtschaft in der Uni immer weiter durch den Computer abgeschafft wird. Das ist sicher ein Fortschritt, so muss man wenigstens nicht mit hundert Zetteln zum Prüfungsamt um dann die Bachelor-Arbeit in Angriff nehmen zu können. Aber hey, Düsseldorf war noch nie eine Stadt die sich mit einem Schritt begnügte, wenn man nicht gleich nen Sprung machen konnte.

So geschehen beim neuen, revolutionären Online-Anmelde-Verfahren. Man muss sich das so vorstellen: Jeder Student kriegt eine Nutzerkennung für seinen eigenen Online-Account inkl. Uni-E-Mail, etc. und dieser Account ist Pflicht, absolut obligatorisch, wenn man tatsächlich studieren will. Denn… ab diesem Semester muss man sich für jede Veranstaltung, die man besuchen will, anmelden. Sich also mit der Kennung einloggen, dann seinen Online-Stundenplan mit Veranstaltungen füllen und sich für jede Veranstaltung online anmelden, die Dozenten entscheidend dann ob man auch zugelassen wird oder eben nicht, das wird wiederum entschieden je nachdem ob die Teilnehmerzahl begrenzt ist, die Teilnehmer den Kurs für das Studiumsziel wirklich brauchen und sowas alles.

Mich ärgert sowas zwar ein wenig, aber letzten Endes soll es mir ja nutzen. Das Prinzip „Wer zuerst kommt, studiert zuerst!“ ist mir allerdings ein wenig zuwider, denn so hat unser Sozialwissenschaftliches Institut an der Uni einfach mal die Frist für die Anmeldung bis Ende August gesetzt, während ab da für alle Anderen die Belegung erst möglich war. Wer weiss, ob da nicht so mancher Sowi-Student aufs Maul gefallen ist, ich wäre zumindest übelst aufs Maul gefallen.

Ärgern tut mich auch noch eine zweite Sache. Ich muss für mein Ergänzungsfach Geschichte noch eine Übung (sowas wie nen Seminar) belegen und das hätte ich schon im ersten Jahr machen müssen, was aus terminlichen Gründen nicht ging. So hab ich vorsorglich die Übung zum „Vietnamkrieg“ belegt, weil ich Dienstags nach der Mittagspause sonst 2 Stunden frei gehabt hätte und das Thema ist ja auch nicht so unspannend. Naja, was ist? Der Dozent hat andere Verpflichtungen (wahrscheinlich haben die noch nicht mal nen Dozenten gehabt) und so fällt diese Sache ins Wasser. Reaktion? Schnell eine andere Übung suchen, weil ich mit meinem Pensum ja nicht in Rückstand geraten will. Also habe ich dann halt noch eine Veranstaltung am Donnerstag von 16-18 Uhr (historische Geografie….Osteuropas…8 Anmeldungen…). Problem: Ich sitze am Donnerstag seit 9 Uhr inner Uni, heißt: dass ich von 9 bis 18 Uhr das süße Uni-Leben genießen darf, während Dienstags jetzt eine 2-stündige Lücke klafft.

Durch diese Nachricht geschockt habe ich einfach mal alles belegt, was da so war, sodass ich Dienstags zwar ne Pause hab, aber noch bis 20 Uhr inner Uni hock und gleichzeitig versuche ich den kahlen Mittwoch mit einem weiteren Seminar zu Geschichte aufzufüllen. Eigentlich sollten meine Stunden abnehmen im 2. Jahr, aber weil ich im 1. Jahr so ziemlich nur die Pflicht erfüllt hab, setze ich mir jetzt ein wenig mehr terminlichen Druck, so wird mir wenigstens nicht langweilig und ich gehe auch zeitig ins Bett und schreibe meine dämlichen Blog-Einträge nicht um 0 Uhr, sondern 22 Uhr im schicken Pyjama.

Achso…das System ist übrigens so überragend, dass ich im Augenblick nicht an meinen Account komme, weil zu viele Nutzer zugreifen und der Server überlastet ist. Düsseldorf rulez!

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