Wenn schon Scheiße, dann aber mit Dampf

Klar, jeder kennt sie, die Tage, Stunden oder Momente, in denen wirklich alles schief geht. Heute war für mich so ein Abend, an dem ich mir wünschen müsste tot im Bett liegen zu bleiben.

Es ist eigentlich immer Scheiße, wenn ich den Anschlusszug nach Düsseldorf in Hamm verpasse, denn jedes Mal darf ich dann eine Stunde in der schönen Stadt Hamm verweilen, die zur Hälfte aus Gleisen besteht. Natürlich hatte ich nur ganze 1,50 und war hungrig wie Sau, aber die Pommes brauchten mir zu lange und die Schlange vor der Imbiss-Bude war so lang, dass ich immer wieder nervös auf die Uhr schaute bis ich resignierte und mir auf dem Weg zum Gleis im Ihr Platz noch eine Flasche Wasser kaufte. An sich ist es ja schon Scheiße nach einem schönen Wochenende mit der Liebsten wieder nach Düsseldorf zu müssen, aber das sich die Fahrt dann noch so quälend hinzieht, ist noch schlimmer.

Ich hatte an diesem Tag noch 2 Texte mit einem Gesamtumfang von 40 Seiten zu lesen, unproblematisch? Naja, wäre es kein englischer Text gewesen, würde ich dem zustimmen, so saß ich aber über eine Stunde an einem von beiden Texten und durfte den zweiten Text noch zu Hause lesen und dazu eine kurze Hausaufgabe erledigen. (Die bis Mitternacht per Mail an die Dozentin weitergeleitet werden sollte) Desweiteren war ich ziemlich angepisst, dass es den ganzen nur am pissen ist und der Wind so verdammt kalt geworden ist. Spaß hatte ich außerdem daran einen kleinen Beistell-Tisch zusätzlich zu meiner Tragetasche und dem Rucksack quer durch die Pampa zu tragen (wenigstens ordentlich verpackt). Zu allem Unglück sind die mitgenommenen rohen Klöße vom mitgenommenen Kassler-Braten erschlagen und unbrauchbar gemacht worden.

Eigentlich ist das alles doch gar nicht so schlimm, oder? Wenn ich mir das bisherige durchlese, empfinde ich es zumindest als halb so wild. Trotzdem… ich fühle mich irgendwie total fertig, seelisch und körperlich, dabei hat die Woche noch gar nicht angefangen. Mein Nacken ist verspannt wie nen Stück Granit, mein Gehirn qualmt ob der vielen Texte, die es vorzubereiten gilt. Schau ich aus dem Fenster raus ist es nur dunkel und regnerisch. Vielleicht hab ich ja nur ne kleine Winterdepression, aber im Augenblick wünschte ich mir woanders zu sein. Ich sehne mir den Ort herbei, den ich jede Woche am liebsten hab, in deinen Armen liegt die Wärme und Zuneigung, die jeden Winter schmelzen könnte. Einsam möchte ich nicht mehr existieren, denn Existenz und Sinn habe ich nur durch dich erfahren. Gute Nacht.

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