Die dämonischen Untiefen des Internets

Ja, man mag es kaum glauben, aber im Internet lässt sich ordentlich Kohle scheffeln, so wurde mir doch glatt auf der äußerst vertrauensvollen Seite http://www.top-freesms.com Free-SMS offeriert. Klar, dass das kostenlose Angebot nur nen Tag währte und man mit dem Versand der ersten SMS bereits einen Vertrag „unterschrieb“. Dieser besagt, dass man ein 2-jähriges Abo eingeht und für das erste Jahr des Angebots 144 € Vorauskasse fällig werden. Krasser Scheiß! Ich habe anders als die anderen Abgezockten nicht 3 Mahnungen vor der letzten Mahnung, sondern gleich die letzte Mahnung erhalten. Einen Monat nach Versenden der SMS… Schön, dass ich nicht allein stehe mit dieser Situation. Anfangs will man wohl aus lauter Angst einfach bezahlen, ich meine es steht in der AGB (man muss halt nur nen paar Seiten lesen). Die Seriösität dieser Anbieter ist indes fraglich. Vor Inkasso-Büros fürchte ich mich eigentlich auch nicht, weil ich eh den ganzen Tag in der Uni bin. Die Drohungen in der LETZTEN Mahnung (es gab net  mal ne erste Mahnung…) machen schon Eindruck, schließlich scheint es so, dass ich wegen dieser „Schulden“ (ich habe gar keine Gegenleistung für die Geldforderungen erhalten) nun absolut kredit-unwürdig bin und wahrscheinlich lebenslänglich im Knast zu schmoren habe. Wär eigentlich schön, wenn ich vorher meinen Bachelor machen könnte, sonst hab ich nichts gegen den Knast (außer die Anal-Massagen…). Diese „Firma“ hat mich indes dazu inspiriert, selber Halsabschneider zu werden. Irgendein Drecks-Konto eröffnen, das Geld fließen lassen und ab nach Mexiko! Sayonara Bitches!

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3 Antworten to “Die dämonischen Untiefen des Internets”

  1. Peter Says:

    Oh. Armer Dave.
    Letztlich könnte man es auf einen Prozess ankommen lassen, die Sache ist nämlich höchstwahrscheinlich nichtig, da „sittenwidrig“ im Sinne des § 138 BGB.

    Ansonsten: Gute Geschäftsidee. Vor allem: „Ist der Ruf erst ruiniert, …“.

    (In Zukunft besser AGBs lesen.)

  2. Anti Says:

    lol ich will auch so ne Firma, kann ich mich beteiligen? 😀

  3. Der gierige Höllenschlund des rechtsfreien Internets « Adultos Blog Says:

    […] gierige Höllenschlund des rechtsfreien Internets Welche Dreistigkeit muss eine Internet-Firma besitzen, die unter dem Namen “Renate Schmidt” ein Postfach in Flensburg führt und […]

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