LUNA SEA oder: Tokyo Dome Rock’n’Roll Christmas

Wie ich bereits lange vor dem eigentlichen Termin, dem 24.12.2007, erwähnte, gaben LUNA SEA ein einmaliges (?) Reunion-Konzert.

7 Jahre nach dem Abschiedskonzert der Band fanden sich alle Mitglieder nochmals zusammen im übervollen Tokyo Dome, in den ca. 50 000 – 60 000 Menschen hineinpassen. Man mag dem Trend, dass sich immer mehr ehemalige Bands wieder zusammentun, um an ihre Erfolge anzuknüpfen, durchaus kritisch beäugen. Meiner Ansicht nach ist es für Fans aber das schönste Geschenk, wenn die aufgelöste Lieblingsband nochmals auftritt und man die alten Lieblingslieder nochmals genießen darf, schwingt neben Melancholie und Nostalgie auch ein starkes Gefühl der Zufriedenheit mit. Es ist eben doch nicht alles vorbei, was vergangen ist.

Der 24. 12. als Konzert-Termin ist sicherlich bewusst gewählt. Es soll etwas Besonderes sein, das Wunder der Weihnacht soll sich in einer wundersamen Reunion manifestieren, mit der man nach 7 Jahren und erfolgreichen Solo-Projekten der ex-Luna Sea-Mitglieder nicht mehr gerechnet hat. Sugizo brachte Solo-Alben heraus und begründete vor kurzem das Projekt „The Flare“, Ryutaro verkaufte Alben mit Pop-Appeal, die nur noch entfernt an Luna Sea erinnerten, aber sie verkauften sich. J machte sich als Bassist und Solo-Künstler einen Namen, auch weit über die Grenzen Japans hinaus. Inoran schaffte ebenso respektable Solo-Leistungen. Allein wenn sich alle Fans der einzelnen Bandmitglieder Tickets für dieses Konzert gekauft hätten, wäre es mehrfach ausverkauft gewesen.

Darum ging es bei diesem Konzert nicht, es ging um Luna Sea. Es ging um das Kollektiv, die Band, es ging um die Lieder, die nur eben echt und authentisch sind, wenn die komplette Mannschaft mitspielt. „Meisterhaft“ wurde das Konzert genannt. Allein der Name der DVD, die hierzu erscheinen soll, trägt den wunderbaren Titel „One Night Dejavu“, vielleicht kann man dieses Erlebnis nicht schöner beschreiben. Natürlich geht es um Geld, aber Menschen bezahlen doch immer nur für Träume. Die Qualität der Songs, die gespielt wurde, musste den Kosten der Eintrittskarte entsprechen, aber schließlich handelt es sich um Lieder, die in den letzten 7 Jahren kein bisschen in Vergessenheit geraten sind. Es sind Evergreens des frühen Visual Kei, mystische Klangsphären aus Melodien jenseits jeder Genre-Grenze. Drei-Hälsige Gitarren und ein Gitarrist, der Violine spielt, eine Bühnen-Show der Extra-Klasse, eine Band, die in Würde gealtert und gereift ist. Melodien sind zeitgemäß, Luna Sea sind zeitgemäß, zu fragen, ob diese Band überhaupt mit ihren Liedern in diese Zeit passt, ist so als wolle man fragen, ob Klassik zeitgemäß sei. Musik ist universell und zeitlos.

Die DVD ist für knapp 8000 Yen (50 €) erhältlich, ein lohnender Preis? Man weiss es nicht, aber vielleicht billiger, als ein Flug nach Japan inkl. Konzert-Tickets. Man muss halt alles nur relativ sehen. Hier ein Konzert-Ausschnitt. Passend zum Konzert-Titel „Dejavu“:

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2 Antworten to “LUNA SEA oder: Tokyo Dome Rock’n’Roll Christmas”

  1. Anti Says:

    ich brauch wen der mir die dvd runterlädt ^^ oder brennt oder so ^^

  2. adulto Says:

    auf die idee bin ich noch net gekommen, aber all clear ^^

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