Fünf Mal

haben an diesem Donnerstag Leute auf meinen Blog gefunden, weil sie das Wort „vergewaltigt“ auf google eingegeben haben. Sie wurden dann auf meinen Beitrag zum „Asiatischen Holocaust“ weitergeleitet. Also gab ich eben jenes Stichwort nun auch bei google ein, um zu sehen, wann mein Blog denn käme. Allerdings gab ich nach der 5 Seite auf, zu grauenhaft waren auch die Meldungen von frühreifen Kindern, die noch jüngere Kinder vergewaltigt haben. Schockierend zugleich die Berichte von Frauen, die mehrfach innerhalb kürzester Zeit vergewaltigt wurden. Google gibt allein 1,4 Millionen deutschsprachige Links zu diesem Stichwort. Sowas macht mir eigentlich sogar Angst.

Dagegen sind die Berichte, die im Fernsehen zu diesem Thema kommen doch relativ spärlich gesät. Grund? Es werden eher selten Vergewaltigungen zur Anzeige gebracht, weil 1. Kinder mit diesem traumatischen Erlebnis nicht umgehen können, 2. weil Frauen sich schämen und 3. weil der Täter nicht selten eine nahestehende Person ist (Verwandte, Bekannte). Viele alte Leute werden jetzt sicherlich sagen: „Ja, früher da waren wir nicht so verdorben, im Fernsehen, im Radio, da ist doch nur noch von Sex die Rede, früher hatten die Leute noch Moral.“ Zu solchen altklugen Sprüchen kann ich nur auf den Missbrauch von Frauen während des 2. Weltkriegs erinnern. Jeder mit Gewehr nahm sich, was er wollte. Da gingen Deutsche mit Ehefrau und drei Kindern auf russische Mädchen los wie Tiere, da hielten sich japanische Soldaten „Trostfrauen“ oder eigenen Bordelle, da rächten sich die russischen Soldaten für das erlittene Unheil beim Vormarsch gegen das deutsche Reich doppelt.

Hat also Moral oder Morallosigkeit etwas mit der Häufigkeit von sexuellen Übergriffen zu tun? Bedingt, denn Moral ist ein dehnbarer Begriff, den man insbesondere in Kriegszeiten oftmals ganz vergaß oder durch Unmoral ersetzte. Die jetzige Gesellschaft muss also schon ohne Kriegszeit unmoralisch sein, wenn es so viele Übergriffe gibt. Es ist zwar die Rede von 13 000 Vergewaltigungen an Frauen und 100 000 an Kindern, aber die Dunkelziffer mag beim 10- bis 20-fachen liegen. Die Gesellschaft muss dann doch Schuld sein. Ich sage, die einzige Schuld liegt beim Täter. Jeder Mensch besitzt die Freiheit sich zu entscheiden, was er tut und was nicht. Natürlich sind bei Triebtätern oftmals psychologische Probleme zu beachten, aber ich denke, damit macht man es sich zu einfach. Jemand hat natürlich gleich ein psychologisches Problem, wenn er ein Kind missbraucht oder gibt es Kindes-Vergewaltiger mit gesunder Psyche? Hat dieser Mensch etwa kein Problem, wenn er diese Neigung besitzt, aber kein Verbrechen begeht? Wird nicht dann von der Tat her auf die Psyche geschlossen? Also quasi ein Umkehrschluss verfolgt? Gesund sind diese Menschen in keinem Fall, schließlich weichen sie von der gesellschaftlichen Norm ab, aber wieso kommen diese Täter dann gleich in psychologische Betreuung? Jemand, der einen Mord begeht, muss doch ebenso von der moralischen Norm abweichen, allerdings stecken sie Mörder in den Knast und Vergewaltiger in die geschlossene Abteilung. Dabei täte es Kinderschändern sicherlich mal gut, die Demütigung und die Hilflosigkeit ihrer Opfer am eigenen Leib zu erfahren.

Wie man mit diesen Personen verkehren soll ist eine Frage, die sich die Gesellschaft immer wieder aufs Neue stellt. Im Nachhinein lässt sich die Vergangenheit des Täters immer so konstruieren, als hätte er keine andere Wahl in seinem Leben gehabt, als ein Kind zu vergewaltigen. Ich weigere mich aber das zu glauben, man hat immer eine Wahl! Selbst die Bibel erzählt in der Schöpfungsgeschichte schon davon, dass Adam und Eva eine Wahl hatten, es war keine Zwangsläufigkeit, dass sie das Paradies verließen, es war ihr freier Wille die Frucht des Lebensbaumes zu pflücken und zu essen. Belohnt mit der Erkenntnis, verloren sie die Unschuld. Seitdem hat der Mensch die Wahl zwischen Moral und Unmoral, er kann über seine Handlungen frei entscheiden. Unzurechnungsfähigkeit dieser Menschen ist oft kaum nachvollziehbar. Jeder Mensch denkt über eine Handlung nach und ist sich der Position der Gesellschaft demgegenüber bewusst. Wenn dem nicht so wäre, würden diese Menschen ihre Verbrechen nicht verheimlichen, oder?

Komisch, dass ich über eine Blog-Statistik auf so ein Thema komme, aber andererseits ist dieses Thema so wichtig, dass es auch diskussions- und überlegungswürdig ist.

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Eine Antwort to “Fünf Mal”

  1. Anti Says:

    Kann dir nur zustimmen.

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