The Passion

Nun habe ich mir doch endlich den Film „The Passion“ oder „Die Passion Christi“ von Mel Gibson ansehen können, nachdem uns im Religions-Unterricht seinerzeit nur die Kreuzigungsszene gezeigt wurde.

Es ist natürlich klar, dass Mel Gibson in einer gewissen Weise versucht die Botschaft Jesu mit Hollywood-Techniken unter die Menschen zu bringen. Allerdings denke ich kaum, dass jemand Christ wird, weil er diesen Film über Jesus gesehen hat. In jedem Fall hat mich der Film trotzdem beeindruckt wegen seiner Anschaulichkeit macht er uns fantasielos gewordenen Menschen das Verständnis für den Leidensweg Jesu einfacher.

Wenn man’s mit Mel Gibson böse meint (wie könnte man ihm nach 4 Lethal Weapon-Teilen böse sein???), kann der aufmerksame Beobachter natürlich interpretieren, dass er den Anti-Semitismus mit seiner Darstellung der Pharisäer durchaus schürt. Ich zweifle allerdings daran, dass die Szene, in der Simon von Cyrene, der Kreuzträger Jesu, als „Jude“ bezeichnet wird, absolut willkürlich platziert ist. Das Verbrechen der Kreuzigung Jesu ist ein Verbrechen der Menschheit nicht allein der Juden.

Die explizite Gewaltdarstellung wurde oftmals kritisiert, allerdings finde ich, dass diese notwendig ist um ein authentisches Bild der Passion Christi abzubilden. Nichtsdestotrotz kommt dieser Schock-Effekt und die teilweise pathetische, musikalische Untermalung einer Hollywood-Produktion mehr als gelegen. Die Rückblenden im Film sind allerdings wirklich gut und sinnvoll eingestreut. Die Botschaft Jesu ist kurz und anschaulich vermittelt, wenige Worte, die allerdings wie religiöser Sprengstoff wirken mussten in dieser Zeit. Ein zweites Mal werde ich mir diesen Film auf jeden Fall nicht ansehen, es ist einfach anstrengend und obwohl es irgendwie Unterhaltung sein soll, ist es trotzdem zu schwer am Leiden einer Person so viel Freude  zu haben, dass man es sich ein zweites Mal antun könnte.

Advertisements

6 Antworten to “The Passion”

  1. Miss*P Says:

    ich finde die darstellung von rosalinda celentano, die den teufel verkörperte, ziemlich atemberaubend. wie auch den ganzen film vom fotographischen her. .ich gebs zu. ich bin nach wie vor keine christin..

    aber der film hat mich berührt.. nicht wegen den religionen .sondern eher, weil es das antlitz des menschen sehr gut wiederzugeben vermag..

  2. adulto Says:

    Die Darstellung des Teufels war wirklich sehr gelungen und fantasievoll. Kann dir auch zustimmen, dass das Antlitz des Menschen gut wiedergegeben wird. In jedem Fall muss man nicht Christ sein, um den Film gut zu finden.

  3. Miss*P Says:

    es hat ein weilchen gedauert, bis ich bemerkte, dass der teufel ja von der tochter adriano celentanos, dargestellt wird. .also eine frau ist. das fand ich schon krass..

    ich lass mich da jetzt auch nicht auf ne metapher ein. ganz entgegen meiner sonstigen art ,) wenn sie den teufel durch ne frau darstellen wollen .bitteschön ,)

  4. adulto Says:

    Mel Gibson, der alte Chauvinist. =)

  5. Miss*P Says:

    ich kanns ja ruhig offen zugeben. ich mag ihn nicht! *;)

  6. thielus Says:

    ich kenne leider nur Teil 2:

    http://www.videoclipped.com/video.php?title=Family_Guy_Passion_of_the_Christ_2

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: