„Know your roots“ oder: Schlesisch-Bayrische Eintracht

War wohl das Thema der diesjährigen Zusammenkunft aller Verwandten, die sich zur Feier der Kommunion meiner kleinen Schwester trafen. Der Anteil, der in Polen lebenden Verwandten lag bei 1/7 allerdings war die beherrschende Sprache das gute alte Polnisch-Deutsch-Mischmasch „Schlesisch“. Bin mir zwar nicht sicher inwieweit das als Mischmasch durchgeht, es ist wohl viel mehr Polnisch mit deutschem Einschlag. Schlesien ist also vielleicht sowas wie das Bayern Polens diesbezüglich.

Letzten Endes fasste ich mir ein Herz und laberte einfach drauf los. Ganz gleich wie schlecht und gebrochen ich es spreche, so verstehe ich es doch ganz gut und versuchte mich verständlich zu machen, was letzten Endes zu zahlreichem Lob für meine „Kenntnisse“ führte. Es war eigentlich ein ziemlich lustiges Zusammentreffen, auf einer Seite die Familie meiner Mutter und auf der anderen die meines Vaters. Was vielleicht der bemerkenswerteste Unterschied war, war die Tatsache, dass die eine Hälfte mehr Deutsch und die andere Hälfte mehr Polnisch sprach (zumindest wenn man mich erblickte).

Der persönliche Höhepunkt der Messe war, als die Geschichte vom kleinen Max aus Bayern (ohne Scheiß!) erzählt wurde, der sich in der neuen Heimat net wohl fühlt, weil seine Eltern immer arbeiten und er keine Freunde findet. (Ob da nicht aus einer Marburger Biographie erzählt wurde??) Jedenfalls fährt der kleine Max mal so weit mit dem Fahrrad, dass es anfängt zu regnen und er sich in einer Kapelle unterstellt, wo er komischerweise die Nähe Gottes erfährt. Fortan ist der kleine Max glücklich und zufrieden, schließlich hat er Gott, der ihm hilft, wenn die anderen Kinder faule Eier schmeißen oder in sein Weizenbier spucken.

Die Feier war lustig und nachdem ich ein großes Bier ma eben zu schnell runtergespült hatte, sagte mein Onkel schon: „Bier auf Wein, lass das sein!“ Ein Spruch, der mich wohl den Rest meines Lebens begleiten wird. Da ich Montag dann schon meinen Test hatte, war ich als erster Gast auf Heimreise. Nachdem ich mich überall verabschiedet hatte, fuhr ich mit einem Batzen Bilder nach Düsseldorf, die ich wohl dann für die gesamte Verwandtschaft brennen kann. (Hab ja mein ultrageiles Handy…) Ein bisschen Geld ist auch noch übrig geblieben, sodass ich mir wohl Anfang nächsten Monats eine Gitarre kaufen kann, die ich dann in Düsseldorf musikalisch vergewaltigen werde.

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5 Antworten to “„Know your roots“ oder: Schlesisch-Bayrische Eintracht”

  1. thielus Says:

    Wieviele von denen sind denn bei der alterwürdigen OSBA?^^

  2. adulto Says:

    So ziemlich alle, aber nur IM. ^^

  3. thielus Says:

    ja, OM gabs ja eh nie, um die Organisation nicht zu gefährden^^

  4. Anti Says:

    wtf? o_O

  5. thielus Says:

    ok, das einzige was du wissen musst: Eine bewaffnete Organisation zur Befreiung Oberschlesiens von der polnischen Schreckensherrschaft existiert nicht, hat nie existiert und wird nie existieren. Desweiteren gab und gibt es keinen Plan, Gerhard I. aus der weitverzweigten Bänker- und Industriellenfamilie Jambor als absolutistischen Kaiser einzusetzen. Pläne, Oberschlesien zur Hegemonialmacht Europas und später der Welt zu machen, sind ebenfalls reine Phantasie. Das sollte reichen.

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