Japan-Tag (日本デー) 2008 – Eindrücke und Bildmaterial

Japanische Kinder vor der Kimono-Vorstellung

Ja, es war mein erstes Mal beim Japan-Tag und eigentlich war ich wegen des Wetters und anderer Faktoren ein wenig niedergeschlagen, als ich so über die Rheinuferpromenade watschelte und mich des frohen Treibens der (im Geiste) japanischen Gemeinde ergötzte. Das Wetter zog die Veranstaltung wirklich ein wenig runter, aber im Endeffekt wurde der Japan-Tag mit einer kaum beschreibbaren Schönheit beendet, aber hierzu gleich mehr.

Ich ging um 15 Uhr los und war anfangs alleine, als ich nach ner halben Stunde circa vor der großen Show-Bühne über Funda stolperte, die mit weiteren (teilweise auch mir bekannten) Freunden unterwegs war. Unmotiviert und froh über ein wenig Gesellschaft schloß ich mich der fröhlichen Gruppe an und watschelte meist wortlos nebenher, gute Laune sieht anders aus. Es gab aber wirklich viele interessante Stände am Japan-Tag, ein wenig angenervt war ich von den immer gleichen Otaku-Gesprächen, die ich mitunter mitbekam, die immer nur um Games, Anime und Manga gehen, zwischendurch wurde noch ein paar japanische Worthülsen reingeschmissen und schon hielt man sich für bewandert in japanischer Kultur. Aber naja im Endeffekt war’s mir egal, ich hatte ja sowieso schon nicht so gute Laune.

Auf der großen Show-Bühne war mitunter ganz lustiges Treiben zu beobachten, so war der japanische Meister im Papierfalter-Falten zugegen, der stolz erklärte ohne Hilfsmittel wie Kleber und Schere auf 600 verschiedene Arten Papierflieger falten zu können. Ein ganz lustiger Geselle, der ziemlich unterhaltsam ein wenig Kulturgut (schon mal was von Origami gehört?) unters Volk mischte. Später bekam ich noch einen musikalischen Einblick in die Vorstellung des klassischen Ensembles „Sans frontier“, bei denen eine Japanerin, die verblüffende Ähnlichkeit mit meiner Japanisch-Lehrerin hatte, einige hübsche Arien zu schmettern verstand. Es war auf jeden Fall für jeden etwas dabei, nur schlug das Wetter ein wenig aufs Gemüt. Schlimm genug, dass laut Security für den Abend eine Unwetter-Warnung ausgegeben wurde, die sich Gott sei Dank nicht bewahrheitete.

Japan-Tag Bühne

Gegen 18 Uhr war ich wieder zu Hause und machte mir ein wenig Chill-Zeit, Funda hatte zwar vorgeschlagen später noch zum Feuerwerk zu gehen, war dann aber zu kaputt und machte sich nen schönen Abend zu Hause, während ich doch unbedingt noch das Feuerwerk sehen wollte. Also schnappte ich mir kurzerhand die Nele und wir stiegen in die nächstbeste Straßenbahn zur Altstadt. Und wirklich, es war die beste Entscheidung seit langem dieses wunderbare Feuerwerk mit anzusehen.


Um 23 Uhr ging’s los und es war eine halbe Stunde ein Meer aus Farben, das mehrfach offene Münder zurückließ, zum Schluß des Feuerwerks hüllte sich der ganze Himmel zwischen den beiden Rheinbrücken in gleißendes Licht und die ganze Zeit über schon entstand ein Spiel der Farben, das man sich kaum schöner hätte vorstellen können. Immer dann wenn man es nicht erwartete wurde eine neue Farbkombination in bombastischer Größenordnung gezündet. Ich war so fasziniert und bin fest entschlossen ab jetzt wirklich jedes Mal dieses wundervolle Spektakel mitanzusehen. Der Japan-Tag endete mit einem Knall und irgendwie war es traurig als die letzte Rakete in die Luft stieg und ganz einsam nochmal ein große Leuchtkugel bildete. In jedem Fall war es romantisch, rührend und faszinierend im Nachthimmel so schöne Lichter zu beobachten, die sich in manchen Fällen wie Leuchtkäfer durch die Nacht bewegten. Das wohl typischste Gefühl der Japaner, die Elegie, war spürbar und doch verließ man das Rheinufer mit einem Lächeln.

Japan-Tag Feuerwerk Abschluss

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Eine Antwort to “Japan-Tag (日本デー) 2008 – Eindrücke und Bildmaterial”

  1. lalia Says:

    das Feuerwerk lohnt sich am Meisten beim Japantag. die Samurai-Leutchen sind aber auch lustig anzusehen, und die ganzen Japanerinnen in ihren Kimonos sind einfach nur hübsch (auch wenn ich mich noch nie traute, welche zu fotografieren) die verschiedenen Ständchen sind meist zu überlaufen, und zum EKO Haus kommt man so gut wie nicht durch (da war ich auch noch nie ;_;)
    Wenn mal wieder japanische Trommler auf den J’Day kommen, dann werd ich den Weg sicherlich auf mich nehmen.
    mata ne 😉

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