„Spieleabend“ oder: One evening with Mr. Gorbatschow

Ja, als ich hörte, dass Nele mit mir, Ina und Sarina einen gemütlichen Spieleabend machen wollte, war ich ob der Harmlosigkeit eines solchen Abends voller Vorfreude und Tatendrang, auch wenn ich in den beiden Spielen, die wir spielten ne absolute Null war und nix hinbekam. Aber als einziger Mann ist man(n) ja Gentleman und lässt die Damen gewinnen, bei meinen Skills in den Gesellschafts- und Kartenspielen war dies eh der nicht ganz so steinige Weg.

Nele musste ich dafür entschädigen, dass ich Freitag Abend nicht mit ihr und noch einigen Leuten in der Altstadt Tanzen und Trinken war. Tatsächlich war ich gesundheitlich ein wenig angeschlagen und war nicht unbedingt in Bierlaune. Der Spieleabend war aber total super, vielleicht der schönste Abend seit Monaten. Ich muckte immer wieder auf und meinte nur „Schnaps“. Als die gute Nele davon genug hatte, entdeckte sie eine Flasche Gorbatschow-Wodka (angeblich soll der zum Kochen benutzt werden… wer kocht mit Wodka?). Sarina hatte dann natürlich einige Trinkspiele auf Lager. Also haben wir „gequartert“. Wem das nichts sagt: ein niedriges Gefäß mit Rand wird aufgestellt und man muss ein Cent-Stück in dieses Gefäß hineinwerfen (das Cent-Stück soll vom Tisch ins Gefäß springen). Jedenfalls hab ich kein einziges Mal getroffen, naja, aber eigentlich so gut wie niemand. Man kann dann Regeln aufstellen. Wir hatten die fiesen Regeln, dass man nicht „Ich“, „Trinken“ und „Wodka“ sagen darf. Gleichzeitig muss der rechte Nebensitzer mittrinken, da rechts neben mir Sarina saß und ich nie auf die Regeln achtete (hab auch 2 Gläser umgekippt, tut mir so leid, Nele!), hatten ich und Sarina ordentlich einen sitzen, während Ina auch einen kritischen Zustand erreichte und Nele bis zum Schluß am 2. Glas nippte (die Hausherrin musste schließlich den Anstand in der Wohnung wahren). War also ziemlich einseitiges Saufen. Gleich und gleich gesellt sich gern, daher haben sich die Betrunkenen (ich und Sarina) unterhalten und Nele und Ina haben sich auch sehr gut verstanden, wie mir schien.

Als der Gorbatschow ausgelutscht war, entschlossen ich und Sarina noch eine Flasche anner Tanke zu besorgen. Eigentlich sollte es Martini werden, aber letzten Endes wurde es dann doch wieder Gorbatschow. (gibt keinen Martini anner Tanke) Ehrlich gesagt war mein Alkoholpegel kontrolliert auf einem guten aber nicht zu guten Niveau. Oder wie Nele sagte: „Wenn der Adam schon ganz dicht ist, dann umarmt er alle.“ Bin halt anhänglich, wenn ich saufe, was soll ich dazu noch sagen… Hab es aber unglaublicherweise geschafft mir mit meinem eigenen Fingernagel aus Versehen in den Finger der anderen Hand zu schneiden, hat auch ganz dolle geblutet. Auch wenn ich schon ein wenig einen im Tee hatte, Sarina lag dann doch noch paar Promille vor mir, war aber trotzdem ein absolut ziviliertes Saufgelage. Ich hatte zumindest keinen Kater am heutigen Morgen/Mittag. Solche „Spieleabende“ könnte es jedes Wochenende geben, es hat mir tierischen Spaß gemacht.

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4 Antworten to “„Spieleabend“ oder: One evening with Mr. Gorbatschow”

  1. Anti Says:

    saufen, Junge^^

  2. Neeltje Says:

    Freut mich, dass Du einen schönen Abend hattest… Und hey, von wegen gewinen lassen. Gib’s zu, dass Du schlicht und einfach überfordert warst!!! ^^

  3. adulto Says:

    Achso, einer bestimmten Person zufolge ist dieser Blogeintrag armselig. ^^ Demzufolge ist es armselig, wenn der Autor dieses Blogs einfach mal glücklich und nicht in Selbstmitleid zerfließend vor sich hin vegetiert. Ich denke aber, dass die Zeit des Selbstmitleids auf diesem Blog erstmal vorbei ist. Tut mir wirklich leid.

  4. thielus Says:

    armselig ist gar kein Ausdruck 😉

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