Vergangen

Was ist mir geblieben? Ein Häuflein Asche, das feucht ist von meinen Tränen. Auf meinem Weg fort von dir, beschreite ich einen Weg aus liebesdurstigen, emotionalen Toten. Menschen, die nach mir greifen und um Liebe flehen, ich gehe einfach weiter über ihre bloßen Körper, als würde es mich nicht kümmern. In der Hand nur mein Häuflein Asche, mein Häuflein Elend. Vielleicht bin ich ohne Moral, vielleicht auch nur ohne Liebe, wer will mich schon richten? Es geht mir nur darum, so weit wegzukommen wie möglich, immer vorwärts. Wenn ich zurückblicke werde ich höchstens zu Stein, zu einem Häuflein Elend. So kletter ich mit einem Lächeln weiter über den Bergweg aus Seelen. Die Seelen haben sie verloren… an mich. Ein sinnloses Opfer irgendwie, aber ich komme immer weiter, ohne Skrupel, ohne Moral, ohne Verantwortungsbewusstsein, es ist ein Rausch ohne Erwachen. Wie tobsüchtig erhöhe ich das Tempo, mit dem ich über Menschen gehe, doch irgendwann ist das Ende erreicht. Der Weg, gepflastert mit Menschen, die mich lieben wollten, endet. Ich schaue zurück, ich sehe den Beginn des Weges nicht mehr. Die Asche ist das letzte, was mir vom Beginn meiner Reise blieb. Sie ist trocken, denn Tränen lohnen sich nicht, ich werfe alles in den Wind und werde selbst zum Teil des Weges, den ich beschritt. Ich bin endlich erlöst und in der Erlösung gefangen, vertrieben aus einem Paradies, in das ich nie wiederkehren will, weil mir der Berg aus sehnsüchtigen Menschen der heimischere Ort zu sein schien.

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