Düsseldorfer „Feiernächte“

Es ist eigentlich kaum zu glauben, dass ich die letzten drei Nächte nicht vor 5 Uhr morgens im Bett lag. Dabei hat das weniger mit meinem sowieso schon komischen Tagesrhytmus zu tun, es geht eher darum, dass ich scheinbar zu einem echten Partylöwen mutiert bin. Nachdem die polnischen Disko-Nächte mich schon nachhaltig prägten und für leichte Verbesserungen meines Tanzstils sorgten, bin ich nun gewillt die neu erworbenen Gewohnheiten in Düsseldorf umzusetzen. Ich bin zwar nun, nach der letzten durchtanzten Nacht ein wenig kaputt, habe allerdings noch Kraft diese kleine Chronik der Ereignisse zu vollenden.

Donnerstag Abend war Pflichtübung. Rojo aka Bombulatik, Iwan aka Anata und Evgeny aka The Crusher from Russia hatten allesamt in der Zeit Geburtstag, in der ich in Polen auf Urlaub war. So war ich das einzige Nicht-Geburtstagskind auf unserer Tour. Erst ging es für mich zu meinem Freund Bombulatik, dem ich sein Geschenk (Enka-CD) überreichte und der daraufhin schon 2 Flaschen Bier für mich bereit hatte. Nun ja, dann holten wir Anata und The Crusher vom Bahnhof ab und machten uns auf den Weg zur Pizzeria „Di Napoli“ in der Düsseldorfer Altstadt, wo wir weiter soffen und Pizza bzw. Pasta aßen. Auf diese Stärkung folgend ging es weiter in das nächstgelegene Irish Pub, wo Bombulatik die schwedische Kellnerin mit der Aussage „Du siehst aus wie eine Asiatin“ beleidigte, sodass diese sogar meinte, dass sie in der Nacht nicht schlafen könnte, weil sie sich nun fragen müsse, wieso sie asiatisch aussehe. Morgens ging es dann noch zu einem Dönerladen, wo The Crusher so aufdrehte, dass wir uns 30 Minuten den Bauch hielten vor Lachen. Bombulatik und Anata brachten mich noch nach Hause, sodass ich seelenruhig und nahezu nüchtern ausschlafen konnte ohne einen Kater zu befürchten.

Freitag Abend versuchte ich mich das erste Mal zu drücken, weil ich bis jetzt immer noch Halsschmerzen habe. Jedenfalls blieb dies ohne Erfolg, denn der Crusher wollte unbedingt zu Elisas Abschiedsfeier und so ließ ich mich nicht mehr als zwei Mal bitten und folgte der Anweisung des Chiefs. War ja für einen guten Zweck. So trafen wir Elisa gut gelaunt und mit vielen lustigen Leuten im Partykeller von Anatas Wohnheim. Im Gegensatz zu mir und The Crusher waren die meisten Gäste schon ein wenig weiter, was den Alkoholspiegel angeht, jedoch störte uns die vollkommene Offenheit nicht im geringsten und wir tranken uns langsam an ein Niveau, dass ich „nicht stocknüchtern, aber ok“ nennen würde. Nachdem ein Notfall dann aufs Zimmer gebracht war, entschlossen wir uns zu fünft (2 Männer, 3 Frauen) weiter in die Altstadt zu fahren, wo die Feier im „Stone“ zu guter Rock-Musik weiter ging. Zufälligerweise trafen wir Daniel-San und sprachen mit ihm über Gott und das Studium. Letzten Endes war er aufgrund seiner schlanken Erscheinung nicht so resistent gegen Alkohol wie ich und The Crusher. Wir drei beendeten den Abend mit einem Snack bei Mäc und fuhren mit unseren Bahnen um halb 5 zu unseren Betten.

Samstag Abend, so mein fester Wille, sollte der Erholung gewidmet sein. Allerdings war Luisa (Neu-Düsseldorferin und Fuels Sister) dann doch so überzeugend, dass ich in ner halben Stunde den restlichen Schnaps leer soff (der da schon nen halbes Jahr stand) und ordentlich angeschuckert auf Luisa und ihre Freundin Maike wartete. Beide waren sogar noch über meinem Niveau (nix gegessen und so) was den Alk anging. Wir fuhren in das „RotKompot“, ein Düsseldorfer Szene-Club in der Nähe des Zakk. Sodass ich nochmal ne ganz neue Gegend in Düsseldorfer unter Augenschein nehmen durfte. Der Abend war lustig, es ging erst um kurz vor 1 richtig los, sodass um 12, als wir auftauchten, kaum ein Schwein da war. Maike bekam ein Red Bull spendiert, da sie schon kurz vorm Einnicken war und wir drei schwangen ordentlich die Tanzbeine, sodass wir gegen 3 dann auch schon ziemlich kaputt waren und uns langsam in Richtung Ausgang bewegten. Lohnenswert war es dennoch, dass ich wieder auf mein Gewissen pfiff und gesoffen hab. Schließlich hab ich so mal wieder was Neues in Düsseldorf kennen gelernt.

Nun, jetzt steht Antis Geburtstag vor der Tür (ich hab noch kein Geschenk! Anti, kann ich mit Leos Körper bezahlen?) und ich befürchte, dass die schlaflosen Nächte weitergehen werden, aber scheiß doch drauf, sowas durfte ich früher nicht. Ich atme also tief ein und freu mich, denn die Luft, die ich atme, ist endlich frei.

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5 Antworten to “Düsseldorfer „Feiernächte“”

  1. Anti Says:

    Öhm…nein kannst du nicht XD

  2. elliesblock Says:

    Na da bin ich ja froh, dass dus trotz dem Feiermarathon noch zu meiner Party geschafft hast 🙂 ich hatte übrigens noch nicht mal ein Kater!
    LG auch an den russischen Freund 😉
    Ellie

  3. Patrick Says:

    Warte mal ab, Rauchverbot ist nun Ländersache, das heißt stinkige Partys gehören vielleicht doch nocht nicht der Vergangenheit an 😉

  4. adulto Says:

    Mit freier Luft meinte ich zwar nicht das Pata, aber danke für dein Mitgefühl. In meinem T-Shirt steckt so viel Rauch, dass ich daraus locker noch ne Packung Zigaretten machen könnte. (Geschäftsidee! Torte wo bist du?)

  5. thielus Says:

    hier. Rauch mit Schweiß? Ist doch keine neue Geschäftsidee. Musst nur in gewissen Ostblockländern Kippen kaufen.

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