Dir en grey – Glass Skin

Nun trudelte gestern die „Limited Japanese Version“ der Single „Glass Skin“ von Dir en grey bei mir ein. Grund zur Freude? Auf jeden Fall! Denn Dir en grey betreten tatsächlich wieder neue Pfade. Es mag ein Schock sein, wenn man auf der Single Klaviermusik und Akkustische Gitarre hört. Allerdings scheint es mir fast so, als wollte Dir en grey die Fans wieder versöhnen und ein wenig zu ihren Wurzeln zurückkehren. Das neue Album wird auf jeden Fall ein Hammer, wenn es das hält, was die Singles versprechen.

Das erste Lied der Single-CD „Glass Skin“ ist wunderbar gemacht. Kyo singt wieder und das vermehrt auf Japanisch. Elektrische Effekte lassen das Piano nicht zu schwülstig rüberkommen, hinzu kommen bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Gitarren, ein treibender Bass. Kyos lyrischer Text ist verträumt und verzweifelt und knüpft an frühere textliche Meisterwerke seines Schaffens an. Eine wundervolle Ballade, irgendwie, man kann das Lied nicht eindeutig einordnen, so sitzt man ein wenig zwischen den Stühlen. Das Video zum Lied ist meiner Ansicht aber visuell absolut atemberaubend und sehr gelungen.

Das zweite Lied der Single „undecided“ ist eigentlich eine ziemlich alte Akkustik-Gitarren-Sache, die Dir en grey in ihren noch relativ mainstreamigen Zeit eingespielt haben. Dieses Lied wurde jetzt aber so wunderbar ausgeschmückt, dass man die musikalischen Fortschritte der Band wirklich mal an einem Beispiel verdeutlichen kann. Während „undecided“ in seiner früheren Version noch sehr minimalistisch war, ist es jetzt ein sehr ausgefeiltes Werk.

Das dritte Lied ist sehr, sehr komisch und eigentlich was für Intellektuelle, will ich fast meinen. Eine „unplugged“-Version von Agitated Screams of Maggots ist schon eine absolut absurde Idee, da es sich um ein absolutes Metalcore-Brett handelt und so wird zu wunderbaren Piano-Klängen geschrien was das Zeug hält, auf jeden Fall eine sehr interessante, neue Erfahrung.

Das letzte Lied auf der Single ist ein Live-Mitschnitt von Ryoujoku no Ame aus Yokohama, der ordentlich nach vorne geht und bei dem Dir en grey das Lied sogar um einige Variationen bereichern. Nun aber genug der Worte, hier das phänomenal gut gemachte Video zu „Glass Skin“.

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