Txtblog-Outdoor-Party oder: Promilleschwangere Vergangenheitsbewältigung

Wenn man bedenkt wie oft ich in letzter Zeit doch weggehe und mir einen hinter die Binsen kippe, müsste ich eigentlich eine neue Kategorie aufmachen, aber „Das Leben“ ist bei mir halt ein Fest (sind ja eh Semesterferien, wen juckt’s da!?). So nahm ich Mr. Pete (Mastermind hinter txtblog) für einen Abend mit aus dem verschlafenen Bad Driburg in die Landeshauptstadt NRWs. Gegen 21:35 kamen wir am Hauptbahnhof an und scheffelten uns dann ein wenig was zu Essen ein bzw. Pete scheffelte sich was bei Burger King, während ich von Iwan angerufen wurde und deshalb nix bestellen konnte. Nachdem ich Iwan wiederholt deutlich machte, dass er seine „schmutzige Aufgabe“ endlich erledigen sollte, fuhren ich und Pete in meine für Studentenverhältnisse geräumige Ein-Zimmerwohnung und packten unsere Sachen hin.

Die „Planung“ sah vor, dass wir in die Altstadt gehen wollten, um uns sinnvoll zu betrinken. Zwei Alternativen machte ich aus: 1. mit der Straßenbahn fahren und dann gechillt in der Altstadt was trinken oder 2. zur Trinkhalle gehen (das Trinkhallen-System muss man sich als Eck-Kioske vorstellen, die auch dann noch Alkohol und Kleinkram liefern, wenn alle Läden bereits geschlossen sind), uns jeweils 2 Flaschen Becks besorgen und dann zu Fuß in die Altstadt marschieren. Wir entschlossen uns für die alkoholisch gehaltreichere Lösung Nummer 2 und gingen also mit unseren Flaschen in Richtung Altstadt. Unterwegs machten wir die Flaschen an ner Mauer bzw. an so nem komischen Pfosten auf und tranken unser Bier flugs aus. Sodass wir erneut bei Burger King waren und ich ein wenig meinen leeren Magen beruhigen durfte. Dann ging’s ins Irish Pub in der Altstadt (eins von drei oder vieren), wo die eigentliche Txtblog-Party begann.

Es wurde viel philosophiert, über Vergangenheit, emotionale Schieflagen, aktuelle Sonnenscheinlaune, aber selbstverständlich war auch wieder viel Nonsens bei. Ein freudscher Versprecher wurde dann zum geflügelten Wort, als ich nämlich unter Becks-Einfluss statt „Edelschlitten“ „Edelschnitten“ sagte. Sowohl Edelschnitten als auch Edelschlitten sahen wir an diesem kühlen Mittwochabend in Scharen. Naja, Düsseldorf – Stadt der Bonzen und der Bänker. Wir abgerissenen Studenten hatten trotzdem unseren Spaß. Auch wenn die Erkenntnis, dass Selbstaufopferung das Ende der Liebe einleitet, vielleicht ein wenig zynisch oder desillusionierend wirkte. Es passte, so war es schließlich immer auf Txtblog-Parties und so wird es immer sein, ein wenig melancholisch, ein wenig nachdenklich, aber immer mit ner ordentlichen Pulle Bier in der Hand.

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2 Antworten to “Txtblog-Outdoor-Party oder: Promilleschwangere Vergangenheitsbewältigung”

  1. Peter Says:

    Oh ja, wieder einmal ein großer Abend, Mr. Dave! Gerade durch das bisschen Zynismus!

  2. ‘Cause time goes by and life goes on.. | txtblog Says:

    […] Mr Dave schrieb schon auf seinem virtuellen Privatgrundstück darüber und ich will ihm darin folgen, es klingt banal, aber man muss jene raren Abende betonen, an denen man einschläft und denken kann: Für heute ist alles gesagt. […]

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