War ja klar,

dass ich an dem Tag, an dem ich endlich mal wieder feiern gehen wollte (Freitag Abend war BWL-Party…), nicht feiern konnte, weil ich das erste Mal seit ziemlich langer Phase der Gesundheit, krank wurde. Das Fieber und die damit verbundenen Schmerzen ließen mich gestern für meine Verhältnisse sogar sehr früh ins Bett gehen. Nach guten 11 Stunden Schlaf hat’s dann auch gelangt. Jetzt sitz ich halt hier, eigentlich müsste ich ins Stadtmuseum, aber wär blöd, wenn ich dann da umkippen würde, daher hab ich mich abgemeldet und werde das nächste Woche privat nachholen. Immerhin ist das Fieber mittlerweile weg und das einzige was noch übrig ist, ist ein nerviger Schnupfen. Montag bin ich auf jeden Fall wieder fit. Ist das toll… da wird man gerade übers Wochenende krank und ist Montag zu den Vorlesungen wohl wieder fit. Gott meint es scheinbar nicht so gut mit mir.

Apropos Gott, da wurde mir doch vor kurzem von einer Professorin in einer Vorlesung vor Augen geführt, wie einseitig Medienberichterstattung sein kann. Wenn das Wort Fundamentalismus aufkommt, ist es zu 80 % mit dem Islam verbunden, den Rest macht der protestantische Fundamentalismus in den USA aus. Als würde es keinen katholischen Fundamentalismus geben. Beim jüdischen Fundamentalismus spricht man von Ultraorthodoxie, naja, so kann man sprachlich auch verharmlosen. Es ist irgendwie komisch, dass der Katholizismus nie als fundamentalistische Form erwähnt wird, obwohl er genau das ist. Wenn sich die Berichterstattung lediglich auf den Jihadismus beschränkt, der an sich nicht mal so eine große Bewegung ist und damit ein einseitiges Bild des Islam zeichnet, ist es nicht verwunderlich, dass es Blogs und Initiativen gibt, die schon von der Islamisierung des Abendlandes warnen. Nun, wenn die Leute zum Islam konvertieren wollen, dann sollen sie das doch tun. So schnell wird die Scharia schon nicht in Deutschland eingeführt.

Der Grund, der die Berichterstattung so einseitig macht, ist die Gewaltanwendung der Jihadisten. Sie bomben sich in unsere Zeitungen und erhalten so nur noch mehr Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit, die sie eigentlich nicht verdient haben und die eher wie eine Werbung dient. Alle fundamentalistischen Strömungen haben miteinander gemein, dass sie sich dem System gegenüber anpassen. Fundamentalistische Gruppen erwecken so den Anschein, dass sie demokratisch strukturiert sind, offen für die westlichen Werte, dabei ist das eigentliche Ziel klar: eine Theokratie muss her. Wäre schön, wenn die Berichterstattung ein wenig differenzierter wäre.

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Eine Antwort to “War ja klar,”

  1. Peter Says:

    Wäre schön, wenn die Berichterstattung ein wenig differenzierter wäre.

    Welch frommer Wunsch, Herr Dave.

    „Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein und ihr geistiges Niveau einzustellen auf die Aufnahmefähigkeit des Beschränktesten unter denen, an die sie sich zu richten gedenkt. Damit wird ihre rein geistige Höhe um so tiefer zu stellen sein, je größer die zu erfassende Masse der Menschen sein soll. Handelt es sich aber, wie bei der Propaganda für die Durchhaltung eines Krieges, darum, ein ganzes Volk in ihren Wirkungskreis zu ziehen, so kann die Vorsicht bei der Vermeidung zu hoher geistiger Voraussetzungen gar nicht groß genug sein.“

    – „Mein Kampf“ 1943, 851.-855. Aufl., S. 197 (Quelle Wikiquote)

    Der Mann aus Braunau ist eben in der Medienrealität nicht nur in Dokumentationen präsent…

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