Japano-italienisches Essen

Da hätte heute eigentlich ein ganz normales Tandem sein sollen, aber Yuki-san konnte mich überreden (naja, so viel Überzeugungsarbeit brauchte sie gar nicht leisten) zu einer japanischen Freundin und ihrem italienischen Freund zum Abendessen zu erscheinen. Wenn ich das Wort „Japanisches Essen“ nur höre, bin ich schon hellauf begeistert und bereit dafür sonstwohin zu fahren. Hinzu kam, dass es noch fast kostenlos war, es kostete mich halt nur Zeit und davon hab ich ja Gott sei Dank genug. (Nach den zwei relativ stressigen Tagen mit Japan-Party, die quasi bis 6 Uhr morgen währte und dem Besuch von meiner Familie und Paul & Maike) Hauptsprache war an diesem Abend Japanisch, gefolgt von Italienisch (es waren noch zwei italienische Freunde gekommen), aber ich wunderte mich selbst, dass ich zumindest im Japanischen zurechtkam. Die erste Frage, die ich von Yukis Freundin gestellt bekam, sorgte dann direkt für Erheiterung, denn sie fragte mich: アダムはだれが好きなの?(Adam, wen magst/liebst du?) Wo ich nicht umsonst dachte, dass ich mich verhört hätte, denn Yuki musste auch laut los lachen.

Nachdem geklärt war, dass ich japanische Sängerinnen mag und mich in japanischer Musik besser auskenne als Yuki, aßen wir in illustrer 6er-Runde Nabe, was Yuki mit „Eintopf“ übersetzte, was aber eigentlich wörtlich übersetzt „Topf“ heißt. Also, wir aßen dann halt Topf, was heißt, dass in heißem Wasser auf einem tragbaren Gas-Herd allerlei leckere Sachen zubereitet wurden. Unter anderem wurde Lachs, Salat, Pilze, Glasnudeln, etc. reingetan, die dann direkt aus der immerfort kochenden Pfanne genommen werden konnten. Wirklich extremst lecker. Ich sagte zwar nicht allzu viel, weil ich ein wenig überfordert war mit der Schnelligkeit der japanischen Sprache zwischen Yuki und ihrer Freundin, aber kam doch gut mit und hatte auch meinen Spaß. Yuki erklärte mir diverse komplizierte Sachen und eigentlich sprach ich den ganzen nur Japanisch und nur ein paar Sätze Deutsch. Wirklich eine spaßige Übung und wieder mal muss ich Fujita-sensei zutiefst dankbar sein, dass sie mir so eine nette und unterhaltsame Tandem-Partnerin besorgen konnte. Und ich bin Düsseldorf dankbar, dass ich verstehen lerne, was Multikulturalität wirklich heißt.

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