Final Fantasy XIII: Ein Licht am Ende des Tunnels

Eigentlich war ich nach meiner extremen Negativ-Erfahrung mit Final Fantasy XII absolut hoffnungslos, was die Zukunft der Serie anging. Ich war außerdem nicht der Einzige, der ob der immer währenden Spannungslosigkeit von Mob-Kämpfen und einer kopflosen Geschichte verzweifelte. Das großartige Final Fantasy X hatte die Erwartungen allerdings auch in astronomische Dimensionen geschraubt. Final Fantasy XIII setzt nun den Hebel genau dort an, wo ich das meiste zu mäkeln hatte. Das Gambit-System (seelenlose Computerspieler stürzen in einen Kampf nach dem Nächsten) wird abgeschafft und das gute alte Active-Time-Battle wird wieder eingesetzt, welches allerdings dynamischer gestaltet werden soll. Allein diese Ankündigung ließ mein Herz höher schlagen. Doch zudem kommen noch andere Aspekte, insbesondere bei der Musik gibt es Bewegung. Zwar ist der gute alte Nobuo Uematsu, der mitunter die schönsten Spielmelodien für die Final Fantasy-Serie komponierte, nicht dabei. Dagegen schafft es allerdings Masashi Hamauzu zum Hauptverantwortlichen für die Musik. Kein schlechtes Zeichen, schließlich schrieb er mit Uematsu den Soundtrack zu Final Fantasy X und hat sicherlich Talent. (Zusatzinfo am Rande: Der Mann ist geboren in München.)

Der Style von Final Fantasy XIII erinnert wieder mehr an FF VII und VIII,  ist also ein wenig futuristischer gehalten, was das Spiel weniger kindisch-verspielt aussehen lässt. Beim Charakter-Design bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob es kreativ genug ist, um wirklich Figuren für eine lange Identifikation zu schaffen. Die Grafik (es wurde extra eine eigene Engine entwickelt) ist in den Trailern schon absolut spektakulär und erfüllt damit die grafisch hohen Erwartungen, die jedes Final Fantasy seit der SNES-Zeit zu erfüllen hat und bisher auch jedes erfüllte.

2009 soll FF XIII erscheinen und damit dürfte auch der Verkauf der PS 3 langsam aber sicher anziehen. Dass das Spiel für die Wichsbox 360 erscheinen soll, nervt insofern als dass unnötig viel Zeit mit der Portierung verbracht werden wird. Desweiteren erscheinen ja zwei FF XIII-Teile, was bei mir die Befürchtung auslöst, dass eventuell zu viel gewollt wird und die hohen Erwartungen noch zusätzlichen Druck aufbauen, der dann die Qualität drücken könnte. Vielleicht übernimmt sich SquareEnix ja doch nicht und liefert atemberaubenden Spielspaß und eine fesselnde Story, was wesentlich mehr zählt als die Grafik.

Da ich studiere und weder HD-Fernseher noch PS 3 besitze, wird es für mich wohl noch ein Weilchen dauern bis ich das Spiel anspielen kann, aber vielleicht finde ich in Japan ja jemanden, der mich mal zocken lässt, wäre auch praktisch für meine Japanisch-Kenntnisse, denke ich. Wenn dieses Mal FF XIII auch verspricht das zu werden, was die Trailer an Güteklasse erahnen lassen, so bestehen überhaupt keine Bedenken, dass die Fan-Gemeinde mit wesentlich höherer Genugtuung spielen und genießen wird, als dies beim 12. Teil der Fall war.

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