Wunsch und Realität

Es begann alles mit einem Gespräch. Im Fernsehen lief die Apokalypse, wir labten uns genüsslich an der Katastrophe. Die bubble war mal wieder geplatzt. Eine Seifenblase aus erlogenem Wohlstand wurde mit dem Nagel der Realität zum Platzen gebracht. Wir lachten, denn es hatte nichts mit uns zu tun. Das Gespräch, dass sich anfangs um eine Nichtigkeit, eine Realität aus der Röhre, drehte, wurde zu tief und ich bildete mir ein, dass uns ein tiefes Verständnis verbinden würde. Vielleicht war es ja wirklich so, dass in deinen dunklen Augen eine Seele zu finden war, die mich verstehen könnte. Der Fernseher war längst aus und während ich deinen Worten lauschte, lief in meinem Kopf schon längst ein eigener Film. Die Gedanken verselbstständigten sich in einer kleinen Seifenblase, die immer größer wurde. Deine Worte waren nicht viel mehr als ein Echo aus einer anderen Welt, das ich nicht mehr wahrnahm. Und so drehte sich in meinem Kopf nichts weiter als ein Wunschbild von einer Person, die ich nicht mal kannte. Wahrscheinlich weil Menschen, die ich zu gut kenne, zu real sind, als dass man in sie seine Träume und Wünsche projezieren könnte. Ich zog dich zu mir und küsste dich. In diesem Moment zerplatzte die bubble an der Klippe der Realität.

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2 Antworten to “Wunsch und Realität”

  1. Peter Says:

    off topic:
    Läuft im Fernsehen nicht stets die Apokalypse? Ist die Apokalypse nicht die einzige Realität, lediglich ab und zu von manischen Wahnträumen überdeckt?

  2. Jona Says:

    heißt es nicht viel mehr als ein echo 😛 ???

    geht dir das iwie ständig so?
    und ich mein, was ist schon real? o.O
    kannst du mir das sagen?

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