Heimunterricht

Bevor ich mich dem ausgiebigen Studium von Differenzen in der japanischen Populärkultur widmen wollte, habe ich mir kurzerhand einen Heimlehrer aus Yokohama einfliegen lassen. Natürlich nimmt Teppei-san dafür kein Geld, handelt es sich bei ihm doch um jemanden, der bei mir im Rahmen der Internetplattform „Couchsurfing“ unterkommt. Wenn man schon kommunistische Ideale pflegt und nicht der Linkspartei beitreten will, sollte man doch an diesem absolut sinnvollen Programm teilnehmen, ermöglicht es doch sowohl dem Host als auch dem Gast viele Möglichkeiten. Ich kann jetzt beispielsweise mein Japanisch absolut kostenlos verbessern und der gute Teppei schläft dafür seelenruhig und kostenlos auf der Matratze. 2 Nächte bleibt er noch, bis er dann weiterzieht. Der Mann ist auf jeden Fall der mit Abstand unproblematischste Mitbewohner, den man sich wünschen kann. Tagsüber zieht er durch die Stadt, abends wird auf Japanisch und nem Altbier gequatscht, er ist still wie ne Maus, schrubt die Töpfe, isst die ganze Zeit nur sein Instant-Food und spricht so, dass ich ihn auch verstehen kann (deutlich und klar!). Außerdem war er in einer Metallica-Coverband und kann daher bei weitem besser Gitarre spielen als ich. (Seit 13 Jahren spielt er ja auch schon…) Wieso gibt es keine Frau, die so ist?

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