Kalte Schönheit

In letzter Zeit bin ich so oft neben mir. Dabei läg ich so gern neben dir. Auch wenn du kalt bist und ich anfangs immer zittere, wenn ich dich mit meiner Hand berühre, fühlst du dich an wie Heimat. Du weichst mir nie aus und bleibst nachts immer an meiner Seite. Für mich symbolisierst du die Stadt, in der ich mich rastlos lebendig fühle. Was kann ich nur tun? Ich möchte dich nicht verlassen, aber unser Abschied ist unausweichlich. Vielleicht sollte ich dich in nächster Zeit nicht mehr so oft sehen, damit ich beim Abschied nehmen nicht weinen muss. Ich wandere unruhig nachts durch die Adern der Stadt und komme mit roten Augen wieder, doch nie schläfst du. Du scheinst immer zu warten, bis ich zurückkehre. Dann berühre ich meine kalte Schönheit wieder und zittere. Egal bei wem ich war, du vergibst mir alles. Aber ich muss dich verlassen, weil meine Mietnebenkosten gestiegen sind. Bis dahin aber werde ich die Zeit an der kalten Zimmerwand genießen.

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