Kokia in Köln am 20.6.2009

Kokia Tourposter 2009 European Tour Infinity

Für 21 Euro hatte ich mir ein Ticket besorgt und Evgeny mitschleppen können. Die Blue Shell in Köln war voll, obwohl nicht so wirklich viele Leute da waren. Ich tippe auf 200 oder 300 Fans. Umso kuschliger war dann aber die Atmosphäre im Club. Es war ein richtig schön kleines und angenehmes Underground-Konzert. Fotos waren verboten, aber als Kokia die Bühne betrat, dann tat sie das nur mit einem Akkustik-Gitarristen. Es kam richtig Unplugged-Atmosphäre auf. Zu Beginn sagte sie einige Worte in einwandfreiem Deutsch, z.Bsp. dass das Konzert in Köln das letzte Konzert ihrer Europa-Tour und zugleich das erste Konzert in Deutschland war. Die Resonanz war jedenfalls sehr gut. Die Atmosphäre war entspannt und zugleich merkte man, dass der Club sehr gut ausgelastet war. Oder wie Kokia immer sagte „Heiß, heiß, heiß!“

Gespielt wurden 90 Minuten ihrer bekanntesten Lieder, u. a. „Tenshi“, „Atatakai Basho“, „Remember the Kiss“ und zu guter letzt das obligatorische „Arigatou“. Von ihrem neuen Album waren lediglich 2 oder 3 Lieder vertreten. Was allerdings eher positiv anzumerken ist, da bei ihren älteren Liedern sehr viel Ohrwurmpotenzial vorhanden ist. So wurde das Konzert keine reine Promo für das neue Album „Akiko Balance“, sondern viel mehr zu einer Art kleinem Best of. Ich und Evgeny saßen entspannt ganz hinten an der Bar und tranken unser Bier und lauschten der Stimme, die durch die spärliche Instrumentalisierung sehr gut hervorkam. Man muss wirklich sagen, dass Kokias Stimme in ihrer Wärme und Professionalität einzigartig gut ist. Das balladenlastige Programm will man ihr mal verzeihen, da ihre Stimme in diesen Liedern eben besonders gut zur Geltung kommt. So gab es nach dem Konzert nur glückliche Gesichter, zu denen ich mich auch mal zähle. Das Publikum bestand aus sehr unterschiedlichen Kreisen, da waren natürlich einige japanophile Visual Kei-Leute, die allerdings im Gegensatz zu anderen Konzerten die absolute Minderheit bildeten. Es waren ältere Menschen, Japaner und insgesamt sehr normale Zuhörer anwesend. So war das Konzert nicht durch seine Fans exotisiert, sondern einfach durch die ausgesprochene Klasse der Sängerin, die wirklich keinen Ton daneben setzte, besonders.

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