Dangan Runner – sabu

Dangan Runner (1996) - sabu

Dangan Runner (1996) - sabu

„Dangan Runner“ gilt als der Beginn von sabus recht erfolgreichem Schaffen als Regisseur. 1996 veröffentlicht und auf der Berlinale vorgestellt, wurde der Film zum Überraschungserfolg der Berlinale. Ich persönlich muss allerdings sagen, dass mir der Film nicht so sehr zugesagt hat. Sabus Ansätze, die er in späteren Filmen weiterentwickelt, sind zwar schon in Dangan Runner enthalten, allerdings entwickelt dieser Film nicht diese immense Tragik und Sozialkritik der späteren Werke. Außerdem merkt man Dangan Runner das recht geringe Budget und das Alter sofort an. Für Fans, die sich für den Verlauf von sabus Schaffen und seine Entwicklung als Regisseur interessieren, ist Dangan Runner auf jeden Fall ein Muss. Ist die Story doch nicht weniger abstrus als die der Nachfolgewerke.

Yasuda ist der klassische Verlierertyp. Zuerst schmeißt man ihn aus seinem Job und dann verläßt ihn auch noch die Freundin. Um zu beweisen, daß er doch ein ganzer Kerl ist, beschließt er eine Bank auszurauben und besorgt sich eine Pistole von dem Yakuza Takeda. Doch gerade als er seinen Raubzug starten will bemerkt er, daß ihm eine Gesichtsmaske fehlt und geht in einen kleinen Supermarkt. Dort arbeitet der ehemalige Rockstar Aizawa, der seine Drogen immer von Takeda kauft. Als Yasuda bemerkt, daß er nicht genug Geld hat um für die Maske zu bezahlen, klaut er sie und flieht. Doch Aizawa heftet sich an seine Fersen. Bei ihrer Verfolgungsjagd rennen sie Takeda über den Haufen, der völlig verzweifelt ist, da er die Schuld am Tod seines Yakuza-Bosses trägt. Wütend nimmt auch er die Verfolgung von Yasuda und Aizawa auf. Und die drei Verlierer rennen, rennen und rennen.

Soweit die Story des Films, die absolut minimalistisch ist und zugleich die Botschaft des Films transportiert. Man mag die Aussage Buddhas „Es gibt keinen Weg zum Glück, der Weg ist das Glück.“ als Kernthese des Films nehmen und so werden sich die Charaktere während ihrer Reise über die wirklich wichtigen Sachen in ihrem Leben und über sich selbst klar. Für einen sabu-Neuling ist der Film also sicherlich voller skuriller tragi-komischer Einfälle, allerdings kann der Film diese Stärken nicht so wie die Nachfolgewerken konsequent zu Ende knüpfen. So ist der tragische Tod der Hauptfiguren Takeda und Yasuda, nachdem sie endlich erreicht hatten, was sie eigentlich wollten, weder besonders tragisch noch besonders emotional fesselnd. Anders als ein gleichartiges tragisches Ende beim Film „Postman Blues“, welches zutiefst berühren konnte. Eine weitere Schwäche ist vielleicht, dass Shinichi Tsutsumi dieses Mal nicht die Hauptrolle inne hat, ganz anders als in den späteren Werken, in denen er es eigentlich ist, der die Filme trägt und emotional ausgestaltet. Alles in allem ist der Film höchstens etwas für Fans und Leute, die behutsam in die Filme sabus einsteigen wollen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: