Convenience Stores – Japanische „Konbinis“

Anders als in Deutschland, wo man spät abends oftmals hungrig und durstig die Nacht verbringen muss, gibt es diese Gefahr in Japan überhaupt nicht. Während man in Deutschland zur nächsten 24Stunden-Tankstelle laufen müsste, gibt es in Japan ein, sagen wir ultrakapitalistisches, Convenience Store-System, das die Japaner rund um die Uhr mit Getränken, Tabak, Fast Food, etc. versorgt. Dort kann man sogar Socken, Zahnbürsten etc. kaufen. Natürlich sind die Preise in den Konbinis nicht ganz ohne, aber andererseits auch noch nicht im Bereich der hiesigen Tankstellenpreise. Anders als Tankstellen oder auch Trinkhallen sind die Konbinis ausnahmslos rund um die Uhr (auch sonn- und feiertags) geöffnet. Genialerweise kann man in den Konbinis dazu noch mit Kreditkarte bezahlen! In Okinawa habe ich mir diverse Male einfach ne Flasche Cola und ne Packung Tabak mit meiner Visa-Kreditkarte besorgen können. Da kann man echt schon von Service-Wüste Deutschland sprechen. Gleichzeitig sind die Löhne im Konbini natürlich nicht wirklich ausreichend um sein Leben zu bestreiten, sodass meist lediglich Studenten (u.a. Studiengebühren bezahlen) und Hausfrauen als Part-Timer (u. a. um das Studium der Kinder zu bezahlen 😉 ) im Konbini arbeiten. Ich war jedenfalls heilfroh, dass direkt vor unserem Wohnheim so ein Konbini war (dagegen war der nächste Supermarkt 30 Minuten weit weg, auf dem Weg dorthin lagen 3 Konbinis) und dieser Konbini hieß „Koko“. Man mag jetzt als klugscheißerischer Japanologie-Student oder impotenter Japanfachmann sagen: „Hey, so einen Konbini gibts gar net!“ Naja, den Konbini „Koko“ gibt es tatsächlich nur in der Präfektur Okinawa. Wieder was dazugelernt. An dieser Stelle noch eine Anekdote: Wenn wir im Taxi aus Naha zurück zum Wohnheim saßen, saß ich immer auf dem Beifahrersitz und durfte die Anweisungen geben, wohin wir denn müssten. Als wir bereits kurz vorm Wohnheim waren, zeigte ich auf den Konbini und sagte: „Koko de ii desu.“ (Am Koko is okay.) Ich meinte natürlich den Konbini. Dummerweise heißt „Koko“ auf Japanisch zugleich „Hier“, also ließ der Fahrer uns direkt 300 Meter vom Konbini aussteigen. Jedenfalls war das Konbini-System in seiner Kundenfreundlichkeit einfach unschlagbar und echt ein Gewinn. So konnte man selbst um 4 Uhr morgens noch Socken und/oder Zigaretten kaufen gehen. 😉  Das sahen auch einige andere Ausländer in Japan so und schrieben deshalb eine Ode an den Konbini.

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