Archive for Juni 2011

Fukushima oder: die Deutschen über die Japaner

Juni 7, 2011

Über die Berichterstattung wurde ja oft gesagt, dass sie absolut harmlos sei. Es sei absolut legitim sich zu fragen, wieso die Japaner sich so verhalten wie sie sich verhalten. Wer jedoch genaueres zur Fremdsicht der Deutschen auf die Japaner erfahren will, sollte diesen Eintrag des Instituts für Modernes Japan der HHU Düsseldorf mal genauer durchsehen.

Japanischer Reggae? WTF!

Juni 4, 2011

So lautete ein Kommentar zu dem Lied „Lifetime Respect“ von Miki Douzan, der 2001 mit diesem Lied den ersten großen Reggae-Hit in Japan landete. Die Single verkaufte sich über 1 Millionen Mal und gilt dementsprechend immer noch als Klassiker des japanischen Reggae. Das Video bietet übrigens eine deutsche Übersetzung des Textes.

„Super Biz Cool“ – Kariyushi Wear auf dem Vormarsch

Juni 2, 2011

Ich war doch ein wenig verwundert, als ich auf Spiegel Online las, dass die japanische Regierung zwecks Stromnot die Angestellten in Tokyo dazu ermutigen will, statt Business-Anzügen die „japanische Version der Hawaii-Hemden“ zu tragen. Diese japanische Version ist in Wirklichkeit ein Produkt Okinawas. Kariyushi heißt im Okinawa-Dialekt „Glück“ oder „Freude“ und in diesem Zusammenhang von „japanischer“ Mode zu sprechen, ist schon ein wenig vermessen, da die Verbreitung dieser Hemden auf den Hauptinseln doch eher marginal ist. Außerdem werden distinktiv Okinawa-typische Stilelemente verwendet. Die als neu wirkende Idee Angestellten diesen Dresscode nahe zu bringen wurde bereits von Premierminister Koizumi unter dem Slogan „Biz Cool“ aufgegriffen. Jetzt, 3 Jahre später, spricht die Regierung von „Super Biz Cool“ um der Forderung noch einmal Nachdruck zu verleihen.

Ich will jetzt hier gar nicht von oben herab Okinawa stilisieren, aber ich denke, dass es legitim ist, die verkürzte Darstellung des Spiegel ein wenig gerade zu rücken. Das was gerade in Japan versucht wird, ist in Okinawa bereits normal. Angestellte im öffentlichen Sektor sind gezwungen, die Kariyushi Wear zu tragen. Diese Regel ist bislang auf die Präfektur Okinawa begrenzt, aber scheinbar hat man erkannt, dass dies auch zu Einsparungen bei den Kosten für die Klimaanlagen führen kann und will die ganze Sache in Hinblick auf die drohenden Stromengpässe auch in Tokyo einführen. Da es sich aber scheinbar nur um eine Art Empfehlung ohne gesetzliche Vorgabe handelt, bleibt der Erfolg fraglich.