Archive for the ‘Anime/Manga’ Category

秒速5センチメートル Byousoku 5 centimeter (5 cm pro Sekunde)

Mai 24, 2009

Ich bin zwar nicht wirklich begeisterter Anime/Manga-Rezipient, aber heute habe ich mich doch in meiner Langeweile einem einstündigen Anime namens „Byousoku 5 centimeter“ (5 cm pro Sekunde) gewidmet und es auch nicht bereut. Zu diesem Anime bin ich dadurch gekommen, dass Yamazaki Masayoshi hierfür den Titelsong „One more time, one more chance“ geschrieben hat. „Byousoku 5 centimeter“ handelt von einem Pärchen, dass sich das letzte mal mit 13 Jahren sieht. Takaki und Akari waren in der Grundschule die ganze Zeit zusammen und als Takaki sehr weit fort zieht, besucht er Akari nochmal, die schon vorher aus Tokyo weggezogen war. Am Ende dieser ersten Erzählepisode trennen sich die Beiden am nächsten Morgen, als Takaki mit dem Zug nach Hause zurückfährt. Die zweite Erzählepisode zeigt Takaki an seiner neuen Schule aus Sicht des Mädchens Kanae, dass sich in ihn verliebt hat. Irgendwann erkennt sie, dass er sie nicht beachtet, obwohl er immer nett und freundlich ist. Takaki hängt auch noch nach seinem Abschluss an Akari, der Anime zeigt zu Ende nur, dass Akari bald heiratet und Takaki wohl schon vergessen hat.

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SHE – The Ultimate Weapon

Januar 14, 2008

Es ist zwar eher selten, dass ich über Manga oder Anime schreibe und viele werden mich fragen: „Was bist du eigentlich für ein Japanologie-Student!?“ Aus finanziellen Gründen ist es mir wohl nicht möglich neben meiner alten Leidenschaft „Zocken“ und dem Erwerb japanischer CDs noch Manga in größerem Maßstab zu kaufen. (more…)

GTO – Great Teacher Onizuka

Oktober 9, 2007

Nachdem ich lange Jahre nur die ersten 10 Bände dieser wunderbaren Manga-Serie in meinem Regal aufreihen konnte. Ist vor kurzem in mir dann doch der Ehrgeiz erwacht ein paar neue Bände von „GTO“ zu kaufen. Bisher habe ich nämlich nur eine einzige komplette Manga-Serie („Rurouni Kenshin“) und mit dem neuen kleinen Geld-Segen wollte ich einfach mal diese Serie ein wenig weiter Richtung Abschluss bringen, denn „GTO“ ist so ziemlich der unterhaltsamste Manga, den ich kenne. Mit 5 € ist der Preis jedes Bandes noch ziemlich human bemessen und in Düsseldorf gibt es noch einen Laden für gebrauchte Manga und Comics, da kann ich eventuell die letzten Bände zusammentragen.

Die Story ist so amüsant, bizarr und zugleich real wie kaum eine Andere. Eikichi Onizuka, Absolvent einer drittklassigen Uni (nur mit Doppelgängern die seine Prüfungen schrieben) will Lehrer werden. Wieso? Eine Schülerin, die er zu einem Date rumkriegen konnte, lässt Onizuka für ihren Lehrer/Lover stehen. Das Trauma von einem glatzköpfigen, zwergwüchsigen Lehrer mittleren Alters in der Gunst zu dieser Schülerin geschlagen worden zu sein, verträgt er nicht. Zugleich keimt in ihm der Traum auf als alter Lehrer eines Tages ebenfalls eine knackige Schülerin abzukriegen. Er beschließt Lehrer zu werden, nicht irgendein Lehrer, sondern Great Teacher Onizuka. Durch seinen 3. Dan im Karate, seine Rolle als Führer einer Motorrad-Gang und kindlicher Naivität schafft er es langsam immer mehr Schüler der 3D (einer Problemklasse, die geschworen hat alle Lehrer in den Selbstmord zu treiben) auf seine Seite zu ziehen.

Die Hauptfigur Onizuka schafft es immer wieder mit seinen krassen Grimassen und Aktionen die Leser zum Lachen zu bringen, es braucht oftmals gar keines Wortes nur eines Bildes und man liegt lachend in der Ecke. Onizuka, der Perverse, beweist immer wieder Feingefühl für die Schüler, weil er selber eigentlich noch ein Kind ist und für die Schüler quasi zum erwachsenen Freund wird, den man verarschen kann und der die krassesten Sachen macht. Sei es Bungee-Jumping mit Paket-Band, eine Klopperei mit den Yakuza, nach Okinawa schwimmen und Videos von Schülerinnen drehen. Er ist krank, naiv, pervers und Jungfrau. Ein Charakter mit vielen Gegensätzen zugleich sehr fesselnd und einzigartig. Die Stories sind immer sehr einfallsreich und beleuchten auch die Lebenshintergründe der Nebencharaktere. Perverse Lehrer, die ihre Ideale verloren haben, Schüler, die Orientierung suchen und fürs Leben lernen wollen, es aber nur bei Onizuka können, Menschen, die Onizuka verachten, bemitleiden, die er aber alle für sich gewinnt. Wenn man denkt die Story wird nicht noch abstruser, kommen die geilsten Wendungen und Auflösungen. Allerdings sind allein die Bilder eines sadistischen, büßenden, brennenden, aggressiven Onizuka oftmals der beste Grund diesen Manga zu lesen. Klar ist es japanische Pop-Kultur, aber es ist ein verdammt unterhaltsames und kluges Stück Pop-Kultur.